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Einkaufen am Smartphone wird hierzulande immer mehr zur Normalität
Photo Mix / Pixabay
Salesforce-Studie

Deutsche haben Ende 2019 mehr mobil eingekauft als am Computer

Einkaufen am Smartphone wird hierzulande immer mehr zur Normalität
Ob die Corona-Krise tatsächlich den E-Commerce langfristig befeuert, muss sich noch zeigen. Allerdings würde sich in diesem Fall lediglich eine Entwicklung verstärken, die ohnehin schon im Gange ist - sowohl weltweit als auch in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Salesforce-Studie.
von Ingo Rentz Freitag, 13. März 2020
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Demnach sind die E-Commerce-Umsätze im shopping-intensiven 4. Quartal 2019 um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Dabei erfreut sich das Einkaufen über mobile Endgeräte immer größerer Beliebtheit: Bereits 54 Prozent der weltweiten Online-Bestellungen wurden in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres mobil abgewickelt. Auch bei der Suche nach Angeboten sind mobile Geräte mit 70 Prozent weltweit mit Abstand am beliebtesten. Die Daten stammen aus der Salesforce-Studie "Shopping Index", die 500 Millionen Konsumenten aus 35 Ländern berücksichtigt.


Die Deutschen zeigen sich dabei gewohnt zurückhaltend. Hierzulande lag der Zuwachs beim Online-Handel laut Salesforce bei 11 Prozent und damit leicht unter dem Durchschnitt. Doch auch in Deutschland liegt der Anteil von Mobilgeräten beim Online-Einkauf mit 48 Prozent vor dem Anteil stationärer Computer (44 Prozent). Damit hat das Mobile Shopping in Deutschland seit Mitte 2019 erstmals den Kauf per Computer überholt. Nur 8 Prozent der Einkäufe wurden mit einem Tablet getätigt. Bei der Produktauswahl ist der Mobile-Anteil mit 67 Prozent noch höher, liegt aber ebenfalls unter dem weltweiten Durchschnitt.

In einer Statistik liegen die deutschen Online-Shopper allerdings über dem weltweiten Durchschnitt: Beim Einkaufswert. Pro Bestellung gaben die Deutschen im 4. Quartal 2019 im Schnitt 121 US-Dollar ausgegeben. Der weltweite Mittelwert lag bei 118 Dollar. In England betrug der durchschnittliche Bestellwert 64 Dollar, in Frankreich 112 und in den skandinavischen Ländern 219 USD. Weltweit stiegen die Ausgaben der Online-Kunden um ein Prozent.
Marc Schumacher von Liganova
© Liganova
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Die Größe der skandianvischen Online-Einkaufswägen spiegelt sich auch im Wachstum des dortigen E-Commerce wider. 
In Norwegen, Schweden und Finnland betrug der Zuwachs beim E-Commerce im 4. Quartal 2019 ganze 37 Prozent. Das zweitgrößte Plus verzeichnet Spanien mit 25 Prozent. Besonders beliebte Produkte der Online-Shopper in aller Welt waren Gesundheits- und Schönheitsprodukte sowie Kleidung und Schuhe. Die beiden letzten Produktkategorien verzeichneten dabei die größten Zuwächse. ire
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