Retail Apokalypse

Mit dieser Aktion will Pepsico aus der Kategorie der Impulsprodukte flüchten

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Mit seiner jüngsten Promotionkampagne will Pepsico Deutschland aus der Kategorie der Impulsprodukte ausbrechen
© Pepsico
Mit seiner jüngsten Promotionkampagne will Pepsico Deutschland aus der Kategorie der Impulsprodukte ausbrechen
Pepsico bricht mit alten Gewohnheiten und startet die erste Werbeaktion, in der sowohl die Snacks als auch die Getränke des Konzerns beworben werden. Zielgruppe der Aktion sind Impulskäufer, die im LEH zunehmend seltener werden. Mit der Rabattaktion „Mehr kaufen, mehr sparen, mehr Sparss!“ will der Food- und Getränkekonzern diese Entwicklung zumindest verlangsamen und den eigenen Umsatz retten. Die Strategie könnte in der Markenindustrie Nachahmer finden.
Auch wenn Marketer derzeit nicht müde werden zu wiederholen, dass sie wegen Corona nur auf Sicht fahren können, hat sich im Handel selbst ein bestimmtes Einkaufsverhalten deutlich stabilisiert: Die Kunden kaufen seltener ein und versuchen, ihren kompletten Einkaufszettel möglichst in einem einzigen Geschäft abzuarbeiten.


Dieses One-Stop-Shopping ist besonders fatal für Hersteller, deren Marken sich in der Kategorie der Impulsprodukte bewegen. Denn wer konzentriert durch das Geschäft läuft und seine Einkaufsliste abarbeitet, wird mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit spontan Produkte in den Einkaufswagen legen. Zu den Betroffenen gehört auch PepsiCo Deutschland, das nichtalkoholische Getränke und Snacks vermarktet.

Das in Neu-Isenburg ansässige Unternehmen will sich der Entwicklung aber nicht kampflos geschlagen geben und kontert mit einem eigenen Promotionansatz. „In diesen Zeiten, in denen alles anders ist, geht das Unternehmen selbst neue Wege und stellt seinen absoluten USP in den Vordergrund – Anbieter von gleich zwei begehrten Kategorietreibern zu sein, die zudem ein perfektes Produkt-Pairing abgeben: alkoholfreie Getränke und salzige Snacks,“ sagt Isabel Teves, Commercial Director Pepsico DACH.


Wer die Getränkemarken Pepsi, Schwip Schwap, Rockstar Energy, Lipton Ice Tea, Punica, Seven Up, Mirinda und Mountain Dew sowie die Snackmarken Lay’s und Doritos kauft, kann sich ab 5, 10 und 15 Euro Rabattcoupons in Höher von 1, 3 und 5 Euro direkt an der Kasse anrechnen lassen. Das entspricht im Maximalfall einem Preisnachlass von 33 Prozent. Die Preisaktion soll aber im Idealfall auch zu einer Veränderung des Einkaufsverhalten führen: Um sich den beachtlichen Preisnachlass zu sichern, werden die Kunden von vornherein den Einkauf der Snacks und Getränke planen und nicht erst im Geschäft spontan entscheiden – so zumindest die Hoffnung von Pepsico.

Diese Coupon-Aktion will das Unternehmen aber nicht als reine Preiskampagne verkaufen (wohl auch um das Kapital der eigenen Marken nicht durch Kampfpreise zu schädigen). Stattdessen soll die Aktion den Konsumenten auch in diesen ungewissen Zeiten ein Lächeln auf die Lippen zaubern, indem sie Momente voller Genuss, Freude und Spaß zelebrieren, sagt Pepsico. Isabel Teves: „Wir möchten für Konsumenten kleine Momente zum Genießen schaffen, sodass sie auch zuhause in kleiner Runde mit Family und Friends eine tolle Zeit haben.“

Dazu startet ein TV-Spot (Kreation: Den Mutigen Gehört die Welt) eine großangelegte PoS-Aktivierung bei ausgewählten Handelspartnern und eine begleitende Social-Media-Kampagne. cam
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