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Brand-Safety-Risiko in Deutschland besonders hoch

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Adfraud ist in Deutschland nach wie vor ein großes Problem
© Fotolia / Tatiana Shepeleva
Adfraud ist in Deutschland nach wie vor ein großes Problem
Das Risiko, dass digitale Werbeanzeigen in einem für die Marke schädlichen Umfeld ausgespielt werden, ist in Deutschland besonders hoch. Mehr noch: Im internationalen Ländervergleich ist Deutschland das abgeschlagene Schlusslicht in Sachen Brand Safety. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Adtech-Anbieters Integral Ad Science hervor.
Besonders in den Bereichen Desktop Display (13,8 Prozent) und Mobile Web Display (18,4 Prozent) ist der Anteil der Werbeanzeigen, die hierzulande in einem für die Marke riskanten Umfeld ausgepielt werden, hoch.


Die Werte liegen deutlich über dem globalen Durchschnitt von 4,7 und 5,9 Prozent. Laut Integral Ad Science ist das Brand-Safety-Risiko in keinem Markt größer als in Deutschland. Für die Untersuchung hat das Unternehmen mehr als 500 Milliarden weltweit ausgelieferte Impressions analysiert.

„Die Wahrscheinlichkeit, in einem illegalen Umfeld zu erscheinen, ist in Deutschland zum Glück relativ gering.“
Oliver Hülse
Der individuelle Schutz der Markenreputation ist für deutsche Werbungtreibende laut Integral Ad Science weiterhin eine große Herausforderung. Zu unterscheiden sei dabei aber zwischen der Brand Suitability und der sogenannten Legal Brand Safety. Für eine Airline ist das Erscheinen neben einem Artikel über Flugunfälle beispielsweise keine Frage der Legal Brand Safety, sondern der Brand Suitability. "Die Wahrscheinlichkeit, in einem illegalen Umfeld zu erscheinen, ist in Deutschland zum Glück relativ gering", sagt Integral-Ad-Science-Manager Oliver Hülse.


Ein anderes Problem nimmt in Deutschland allerdings zu: Adfraud. Bei Kampagnen, die ohne Anti-Fraud-Technologie ausgespielt werden, wächst der Adfraud-Anteil bei Desktop Display im direkten Jahresvergleich um 0,5 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent im ersten Halbjahr 2019, wie aus der Analyse hervorgeht. Weltweit ist das Volumen der betrügerischen Impressions hingegen um drei Prozentpunkte auf 11,7 Prozent zurückgegangen. Neuseeland bleibt der am wenigsten von Betrug betroffene Markt und verzeichnet  Betrugsraten von 0,4 Prozent bei Desktop Ads beziehungsweise 0,3 Prozent im mobilen Web. ron
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