Rakuten-Umfrage

Weniger als die Hälfte der deutschen Marketer setzen auf personalisierte Werbung

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Targeting und personalisierte Werbung sind für viele deutsche Marketer noch ein Labyrinth
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Targeting und personalisierte Werbung sind für viele deutsche Marketer noch ein Labyrinth
Im modernen Marketing sind sich eigentlich alle einig: Personalisierter Content, individuell ausgespielte Werbebotschaften und eine maßgeschneiderte Customer Experience sind essenziell für den Erfolg von digitalen Kampagnen. Aber wie gut setzen die deutschen Werbungtreibenden die Personalisierung wirklich in ihren Werbemaßnahmen um? Glaubt man einer aktuellen Umfrage von Rakuten Marketing, ist noch viel Luft nach oben. Demnach schätzen deutsche Marketer, dass weniger als die Hälfte ihrer Kampagnen (43 Prozent) personalisierte Maßnahmen beinhalten.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein Großteil der von Rakuten befragten 200 deutschen Marketingverantwortlichen ihre Werbemaßnahmen noch nicht individuell an die Bedürfnisse der Verbraucher anpasst. Genau dieser Aspekt wird jedoch ab diesem Jahr umso relevanter, da Third-Party-Cookies bald endgültig der Vergangenheit angehören.


Die Folge: Marketer müssen sich anderen Kanälen zuwenden. Laut der Umfrage von Rakuten Marketing fallen darunter vor allem Video Advertising (36 Prozent) und In-App Advertising (28 Prozent), da in beiden DSGVO-konforme Daten aus erster Hand bezogen werden. 29 Prozent der über 200 befragten deutschen Marketingverantwortlichen sind sich zudem sicher, dass "Konsummüdigkeit durch Online-Werbung" zu den größten Bedrohungen für Werbungtreibende im kommenden Jahr zählen wird.
„Marketer sind viel damit beschäftigt, auf sämtlichen Kanälen gleichzeitig verfügbar zu sein und so viele Zielgruppen wie möglich anzusprechen. Das kann, langfristig gesehen, nicht gut ausgehen.“
Stefan Bernauer
"Marketer sind viel damit beschäftigt, auf sämtlichen Kanälen gleichzeitig verfügbar zu sein und so viele Zielgruppen wie möglich anzusprechen. Das kann, langfristig gesehen, nicht gut ausgehen", sagt Stefan Bernauer, Country Manager DACH bei Rakuten Marketing. "Marketer müssen ihre Herangehensweisen rationalisieren und datengesteuerte Entscheidungen darüber treffen, wen sie wie und über welche Kanäle erreichen wollen. Und gleichzeitig einen Marketing-Ansatz beibehalten, der die Verbraucher auf ihrem gesamten Weg zum Kauf motiviert."

Ein Ansatz, um kaufbegeisterte Verbraucher in den passenden Momenten zu erreichen, ist für die befragten Marketer der Fokus auf saisonales Marketing. Am wichtigsten sind für die Werbungtreibenden zwar immer noch die Weihnachtstage (44 Prozent). Aber auch neue Shopping-Feiertage wie die Cyber Week (37 Prozent) und der Prime Day (22 Prozent) werden immer wichtiger.
Personalisierung User Centricity
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Dabei ist die Wahl der saisonalen Shopping-Hochzeiten nicht nur für den nationalen Absatz von Bedeutung. 
Deutsche Unternehmen wollen der Umfrage zufolge ebenfalls Verbraucher aus anderen Regionen erreichen. Laut den Befragten sind durchschnittlich 40 Prozent ihres Gesamtumsatzes aus Verkäufen an internationale Konsumenten generiert worden. Und dieser Umsatz sei in den letzten zwei Jahren um durchschnittlich 36 Prozent gestiegen.


Rakuten-Experte Bernauer mahnt in diesem Zusammenhang aber auch an, dass der Start von 
Marketingkampagnen auf internationalen Märkten mit vielen Hindernissen verbunden ist: "Von der Sprache, über die Preisgestaltung bis hin zum Messaging - in einigen Fällen gehören Preiswettbewerb und Discounts dazu, wenn man Handel jenseits der eigenen Grenzen betreibt. Sie sollten jedoch nicht stellvertretend für eine erfolgreiche Customer Experience stehen. Damit Marken ihre gewohnten Erfolge auch auf neuen Märkten einfahren können, ist das Gefühl eines persönlichen Kauferlebnisses unerlässlich." tt
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