Rakuten-Umfrage

So viel verdienen Influencer pro Post

Der Markt für Influencer Marketing wächst immer weiter.
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Der Markt für Influencer Marketing wächst immer weiter.
Influencer Marketing bleibt auch in diesem Jahr eines der ganz großen Marketing-Themen. Erst kürzlich sagte die Unternehmensberatung Schickler voraus, dass der Nettowerbeumsatz der noch jungen Werbeform in diesem Jahr auf stattliche 630 Millionen Euro klettern soll. Eine Umfrage von Rakuten Marketing zeigt nun, wie viel ein Influencer-Post den Unternehmen tatsächlich wert ist.
Im Auftrag von Rakuten Marketing hat das Marktforschungsinstitut Viga in der Zeit von Dezember 2018 bis Januar 2019 weltweit rund 3500 Verbraucher befragt, davon 500 aus Deutschland. Zudem wurden Interviews mit weltweit 700 Marketing-Entscheidern  - davon 100 aus Deutschland - geführt, die direkt in Influencer-Kampagnen involviert sind.


Die Ergebnisse lassen aufhorchen. Laut der Umfrage zahlen deutsche Marketer Top-Influencern mit mehr als 500.000 Followern bis zu 38.000 Euro pro Post. Gleichzeitig setzen sie aber immer öfter auch auf sogenannte Micro-Influencer. Diesen Social-Media-Persönlichkeiten, die weniger als 30.000 Follower haben, zahlen sie bis zu 32.000 Euro – allerdings nicht pro Post, sondern für eine ganze Kampagne.
"Verbraucher wünschen sich von Influencern vertrauenswürdige Produktempfehlungen – das erklärt vielleicht, weshalb immer mehr Marken auf Micro-Influencer setzen", sagt Anthony Capano. Laut dem Managing Director EMEA bei Rakuten Marketing pflegen gerade diese Micro-Influencer in der Regel eine intimere Beziehung zu ihren Followern und behandeln sie wie Freunde. "Das ist für Unternehmen viel Wert", so Capano. 

Die große Bereitschaft der Unternehmen, in Influencer Marketing zu investieren, ist vor dem Hintergrund der Umfrageergebnisse nicht verwunderlich. Laut Rakuten Marketing geben satte 83 Prozent der deutschen Verbraucher an, schon mal ein Produkt gekauft zu haben, das von einem Influencer empfohlen wurde. Im Unklaren sind sich die Marketing allerdings darüber, ob die hohen Ausgaben im Einzelfall tatsächlich angemessen sind. Laut Umfrage sind sich 77 Prozent unsicher, anhand welcher Kriterien die Höhe der Vergütung berechnet werden sollte, und 37 Prozent verfügen über keine Möglichkeit, die Auswirkung einzelner Influencer-Kampagnen auf die eigenen Umsätze zu messen.


Die Zusammenarbeit mit Influencern läuft offenbar recht reibungslos ab. 60 Prozent der Marketer geben an, dass sich die Social-Media-Stars offen für neue Vorschläge zeigten. 83 Prozent glauben außerdem, dass Influencer sich dafür interessieren, wie sich ihre Posts auf die Verkaufszahlen auswirken.

Doch genau hier drückt der Schuh. Denn 57 Prozent der befragten Marketer messen lediglich die Reichweite ihrer Kampagnen, 55 Prozent prüfen außerdem die Auswirkungen auf die Brand Awareness. Aber nur ein Drittel, nämlich 33 Prozent, erfasst Verkäufe, die entweder direkt oder indirekt aus den Aktivitäten der Influencer resultieren. Auch den generierten Webseiten-Traffic messen lediglich 32 Prozent. mas
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