Quartalszahlen

T-Mobile US überholt AT&T, Uber mit tiefroten Zahlen

   Artikel anhören
Durch die Übernahme von Sprint steigt T-Mobile US in den USA zum zweitgrößten Mobilfunkanbieter auf
© imago images / ZUMA Wire
Durch die Übernahme von Sprint steigt T-Mobile US in den USA zum zweitgrößten Mobilfunkanbieter auf
T-Mobile US, die US-Tochter des Bonner Telekom-Konzerns, hat ihr Geschäft dank der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint im zweiten Quartal kräftig ausgebaut. Unterdessen muss der weltgrößte Fahrdienstvermittler Uber den Folgen den Corona-Pandemie Tribut zollen und einen weiteren hohen Verlust bilanzieren.
T-Mobile US hat ihr Geschäft dank der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint im zweiten Quartal kräftig ausgebaut. Die Erlöse legten im Jahresvergleich um 61 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar (14,9 Mrd Euro) zu, wie T-Mobile am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Hohe Kosten wegen der Fusion und Belastungen durch die Corona-Krise ließen den Gewinn jedoch um 88 Prozent auf 110 Millionen Dollar einbrechen.


Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit kräftigen Kursaufschlägen auf die Zahlen. T-Mobile hatte am 1. April nach einer zweijährigen kartellrechtlichen Zitterpartie endlich den Zusammenschluss mit Sprint abschließen können. Durch die Mega-Fusion zog der Konzern im vergangenen Quartal nach eigenen Angaben bereits am Konkurrenten AT&T vorbei und stieg gemessen am Kundenvolumen zum zweitgrößten US-Mobilfunker hinter dem Branchenführer Verizon auf.

Uber meldet Milliardenverlust

Der weltgrößte Fahrdienst-Vermittler Uber hat inmitten der Corona-Krise einen weiteren hohen Verlust erlitten. Im zweiten Quartal fiel unterm Strich ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) an, wie der Taxikonkurrent am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Wegen hoher Kosten für den großen Börsengang hatte das Unternehmen vor einem Jahr sogar noch deutlich mehr Miese gemacht. Dennoch war das Quartal alles andere als positiv. Die Pandemie bremste das Fahrdienstgeschäft kräftig aus, insgesamt sanken die Erlöse um 29 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar.

Der Essensbringdienst Uber Eats verbuchte dank hoher Nachfrage während des Lockdown zwar weiter starkes Wachstum, das konnte die Bilanz aber nicht retten. Im Großen und Ganzen fielen die Ergebnisse wesentlich schlechter aus als von Analysten erwartet. Die Aktie geriet nachbörslich zunächst mit mehr als drei Prozent ins Minus.
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats