Purpose Readiness Index

Bosch und Continental schneiden am besten ab - vor Rewe und Aldi

Continental schneidet in Sachen Purpose mit am besten ab
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Continental schneidet in Sachen Purpose mit am besten ab
Das Schlagwort "Purpose" hat beste Chancen, zur Management-Vokabel des Jahres 2019 zu werden. Kaum ein Unternehmen, das sich nicht einen tieferen Sinn und Daseinszweck auf die Fahnen geschrieben hat und nicht einfach nur Geld verdienen will. Die Beratungsfirma Globeone hat jetzt in ihrem "Purpose Readiness Index" untersucht, wer sich bei diesem Thema besonders glaubwürdig aufgestellt hat. Das Gesamtergebnis fällt vergleichsweise ernüchternd aus.
Am besten scheiden noch die Autozulieferer Bosch und Continental sowie die Lebensmittelhändler Rewe und Aldi ab. Als einizige der 52 untersuchten Unternehmensmarken, Medien und Institutionen erreichen sie einen Indexwert von über 70, maximal möglich war der Wert 100. Basis für die Bewertung war eine Online-Umfrage unter mehr als 3600 Nutzern, die das Marktforschungsinstitut Respondi durchgeführt hat. Die schlechtesten Ergebnisse erzielen Marken wie Bayer, Volkswagen, Facebook, Deutsche Bank und "Bild". Die Bundesregierung und die Parteien SPD und CDU kommen auf ähnlich schwache Indexwerte.
Das Purpose-Ranking von Globeone
© Globeone
Das Purpose-Ranking von Globeone
"Purpose ist enorm wichtig für die Menschen und die Unternehmen in Deutschland. Zwar wird die Beschäftigung mit einem höheren Unternehmenszweck bereits viel diskutiert, allerdings stehen viele deutsche Konzerne bei diesem Thema leider noch nicht besonders gut da", fasst Niklas Schaffmeister, Managing Partner bei Globeone, die Kernaussage zusammen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind der Beratung zufolge auch ein Spiegel dessen, inwieweit die Skandale der jüngeren Vergangenheit dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit von Unternehmen geschadet haben.


Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass mit Bosch ein Unternehmen an der Spitze steht, dessen Name auch im Zuge des Diesel-Skandals auftauchte. So akzeptierte das Unternehmen im Frühjahr eine von der Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängte Strafzahlung in Höhe von 90 Millionen Euro wegen "fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht". Bosch hatte laut Angaben der Ermittlungsbehörde "ab 2008 rund 17 Millionen Motorsteuer- und Dosiersteuergeräte an verschiedene in- und ausländische Hersteller ausgeliefert, deren zugehörige Software teilweise unzulässige Strategien enthielt". mam
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