PSA-Konzern

Opel macht Ulrich Selzer zum neuen Deutschlandchef

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Ulrich Selzer kehrt als Deutschlandchef zu Opel zurück
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Ulrich Selzer kehrt als Deutschlandchef zu Opel zurück
Opel Deutschland bekommt zum 1. April einen neuen Chef. VW-Manager Ulrich Selzer löst Jürgen Keller ab, der das Unternehmen verlässt. Dem Vernehmen nach wird er Deutschlandchef bei Hyundai.
Für Ulrich Selzer ist es eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Der Noch-Sales-Director-Deutschland von Volkswagen hatte 1993 seine Karriere bei Opel als Produktmanager für die Modelle Corsa und Tigra gestartet.


Seitdem hat der 54-Jährige einige Autohersteller kennengelernt. Von 1997 bis 2004 wirkte Selzer in verschiedenen Marketing- und Vertriebsfunktionen bei BMW. Danach folgten Stationen bei Toyota, unter anderem als Director Product Planning & Market Intelligence im europäischen Hauptquartier der japanischen Marke in Brüssel sowie der Wechsel zum Volkswagenkonzern mit Aufgaben bei Seat und VW. 

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Ulrich Selzer einen äußerst erfahrenen und profilierten Vertriebsmanager gewinnen konnten. Mit ihm werden wir die Marktposition von Opel und die Profitabilität unseres Geschäfts in Deutschland weiter stärken", lässt sich Xavier Duchemin, Geschäftsführer Vertrieb, Aftersales und Marketing bei der Rüsselsheimer Traditionsmarke, zitieren. Opel gehört seit August 2017 zum französischen PSA-Konzern und überprüft derzeit alle Ausgaben.


Mit Jürgen Keller verliert das Traditionshaus dagegen einen Manager, der die Marke und ihre Geschichte in- und auswendig kennt. Der 53-Jährige verlässt die Blitzmarke nach 26 Jahren auf eigenen Wunsch. Nach verschiedenen Positionen bei den Rüsselsheimern war er im Januar 2014 zum Opel-Vertriebschef für Deutschland als Nachfolger von Matthias Seidl aufgestiegen. Jetzt bricht er wohl zu neuen Ufern auf. Das Portal Autohaus.de berichtet, dass Keller Deutschlandchef von Hyundai werden soll, also zu jener Marke wechselt, die zuletzt in der Best-Cars-Studie der "Auto Motor und Sport" vor allem bei Images wie "Fortschrittliche Technik" und "Umweltverträglichkeit" in der Öffentlichkeit punkten konnte. Im vergangenen Jahr hatte der koreanische Hersteller nach den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes knapp 115.000 Fahrzeuge verkauft, ein Plus gegenüber 2017 von fast sechs Prozent. mir
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