Promo-Video aus Stockmaterial

Wie Shutterstock das berühmt-berüchtigte Fyre Festival aufs Korn nimmt

Die beiden Initiatoren des Fyre Festivals: Billy McFarland und Rapper Ja Rule
© Netflix
Die beiden Initiatoren des Fyre Festivals: Billy McFarland und Rapper Ja Rule
Das Who-is-Who der Influencer-Szene, Topmodels, Popstars: Das sogenannte Fyre Festival sollte 2017 eines der vielbeachtetsten und luxuriösesten Festivals überhaupt werden - ein hochmütiger Unternehmer machte es allerdings zu einer spektakulären Farce. Aktuell erinnert eine Netflix-Doku an den atemberaubenden Flop. Dieses Momentum macht sich jetzt Shutterstock zu Eigen und legt einen neuen Kampagnenfilm vor, der den Fyre-Hype mal so richtig schön aufs Korn nimmt.
Zur Erinnerung: Das Fyre Festival - initiiert von dem Unternehmer Billy McFarland und dem Rapper Ja Rule - wurde vermarktet als Luxus-Musikevent auf einer noblen Privatinsel auf den Bahamas. Etliche Influencer ließen sich von den beiden Fyre-Gründern vor den Karren sparren und machten im Vorfeld auf Instagram ordentlich Werbung für das Festival. Mit dabei auch die Influencer-Königin Kendall Jenner, über die behauptet wird, dass sie für nur ein Instagram-Posting zum Fyre-Festival satte 250.000 US-Dollar kassiert haben soll.


Das i-Tüpfelchen dieser groß angelegten Social-Media-Kampagne war ein Promo-Video (siehe unten), in dem die Crème-de-la-Crème der Model-Szene mitwirkte (Kendall Jenner, Bella Hadid, Emily Ratajkoswki und Hailey Baldwin) und das in den sozialen Medien viral ging. Angepriesen wurden in dem Film die angeblichen Vorzüge des Festivals: Traumstrände, Privatjets, Luxus-Villen und gutes Essen. Stattdessen gab es Militär-Zelte, alte Busse und eine Scheibe Toast mit Käse.

Dieses berühmt-berüchtigte Promo-Video macht sich jetzt Shutterstock zu nutze. Das Unternehmen hat einen Film vorgelegt (siehe unten), das dem Fyre-Promo-Video verdächtig ähnlich ist - allerdings nur mit Stock-Filmmaterial auskommt. Wie im Original sind echte Models, Traumstrände und sogar die in den Bahamas bekannten schwimmenden Schweine zu sehen. "Wir dachten uns, wir können das gleiche Video für weniger Geld und von unserem Schreibtisch aus produzieren", sagt Lou Wiess, Shutterstocks Marketingchef.


Wie Wiess mitteilt, sei Shutterstock nach Erscheinen der Netflix-Doku über das Fyre-Festival auf diese Idee gekommen. Der 30-Sekünder mit dem Namen "Be On Fyre" ist eine Erweiterung der Kampagne "It’s Not Stock, It’s Shutterstock", mit der das US-Unternehmen zum einen eine Ode an die Kreativität singen und zum anderen die Größe des Stock-Archivs aufzeigen soll. ron
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