"Prinzip Essiggurke"

Wie McDonald's mit Merkel und Seehofer für mehr Toleranz wirbt

Angela Merkel und Horst Seehofer streiten? Das ist doch nicht gegen die Debatten um die Essiggurken bei McDonald's
McDonald's
Angela Merkel und Horst Seehofer streiten? Das ist doch nicht gegen die Debatten um die Essiggurken bei McDonald's
Normalerweise kennt man solche Kampagnen von Sixt. Jetzt beweist McDonald's Deutschland, dass es das Spiel mit der aktuellen Nachrichtenlage auch beherrscht. Mit einem neuen neuen Motiv seiner Kampagne "365 Gründe" erklärt die Fastfoodkette Horst Seehofer und Angela Merkel, worüber es sich wirklich zu streiten lohnt: die Essiggurke. Ohne konkret für eine politische Seite Stellung zu beziehen, wirbt der von Salt Works kreierte Auftritt für Vielfalt, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Nur bei der Frage, ob der Cheeseburger eine Essiggurke braucht, sei ein Konsens letztlich unmöglich.
Der neue Auftritt ist Teil der auf ein Jahr angelegten "365 Gründe"-Kampagne, bei der McDonald's über die sozialen Netzwerke und Digitakanäle ein neues Werbemotiv liefert. Allerdings traut die Marke der aktuellen Idee offensichtlich mehr Wirkung zu und schaltet sie erstmals auch als Print-Anzeige in der Bild, Berliner Zeitung, Welt und Welt am Sonntag. Schwerpunkt der laufenden Kampagne bleibt jedoch nach wie vor die Instagram-Seite der Marke.
Angela Merkel und Horst Seehofer streiten? Das ist doch nicht gegen die Debatten um die Essiggurken bei McDonald's
Angela Merkel und Horst Seehofer streiten? Das ist doch nicht gegen die Debatten um die Essiggurken bei McDonald's
Die Werbestrategie hatte schon zum Start Aufsehen erregt, weil die Marke dabei auf saisonale Schwerpunkte verzichtet und stattdessen über einen kontinuierlichen Strom an Themen das Engagement der Zielgruppe steigern will. Nun demonstriert die PR-Leadagentur Salt Works, dass auch im Rahmen einer solchen Strategie thematische Highlights durchaus möglich sind.
In einem weiteren Motiv zur Fußball-WM setzt der Fastfood-Riese ein Statement gegen Rassismus
In einem weiteren Motiv zur Fußball-WM setzt der Fastfood-Riese ein Statement gegen Rassismus
In seiner Print-Anzeige zieht McDonald’s augenzwinkernd Parallelen zwischen der aktuellen politischen Debatte und der eher speziellen Diskussion unter den Markenfans über den geschmacklichen Wert einer Essiggurke. Und während die Marke Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer empfiehlt, wieder nach den Gemeinsamkeiten zu suchen, akzeptiert sie, dass es beim Belegen des Cheeseburgers keine allemeingültige Wahrheit geben kann. Manche mögen ihn eben mit und manche ohne Essiggurke.
Die "365 Gründe"-Kampagne findet hauptsächlich auf Instagram statt
Die "365 Gründe"-Kampagne findet hauptsächlich auf Instagram statt
"Die Menschen sind so verschieden, wie ihre Geschmäcker. Wir finden das gut, denn Vielfalt bereichert. Das sehen wir auch bei McDonald’s in Deutschland, wo Menschen aus 125 Nationen friedlich miteinander arbeiten", sagt Unternehmenssprecher Philipp Wachholz. "Und auch wenn man mal unterschiedliche Meinungen hat: entscheidend ist, dass man weiterhin im Gespräch bleibt und auf Zusammenhalt setzt. Denn nur zusammen können wir mehr erreichen." cam



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