Pop statt Paranoia

Benetton wirbt bunt und optimistisch

Bunte Bilder gegen düstere Weltlage
© Benetton
Bunte Bilder gegen düstere Weltlage
Je düsterer die Weltlage, desto farbenfroher werden die Kampagnen von Oliviero Toscani. Die aktuelle Benetton-Kampagne wirkt auf den ersten Blick unpolitisch. In Wirklichkeit ist sie - wieder - ein popkulturelles Statement gegen rechten Populismus – auch in Benettons Herkunftsland Italien.

Für seine Schockwerbung wurde Benettons Kreativchef Oliviero Toscani weltberühmt.

Doch seit seinem Comeback bei italienischen Modelabel Ende 2017 bemüht Toscani farbenfrohen Optimismus gegen Rassismus, Gewalt und Terror. Bei der Comeback-Kampagne hatte Toscani seinerzeit eine italienische Schulklasse porträtiert, in der Kinder aus 13 unterschiedlichen Nationalitäten friedlich lernen. Das polarisierte vor allen Dingen auch im zunehmend Migrantenfeindlichen Italien.
Mit dieser Kampagne kehrte Toscani 2017 zu Benetton zurück
© Benetton
Mit dieser Kampagne kehrte Toscani 2017 zu Benetton zurück



In der aktuellen Kampagne sieht man keine Schulklasse, sondern junge, bunt angezogene Menschen. Der "bunte, fröhliche Freundeskreis" soll laut Benetton Toscanis Ideenwelt einer "optimistischen, farbigen und extravaganten Menschheit" repräsentieren. Dazu passt der Look der vom französischen Modedesigner Jean-Charles de Castelbajac entwickelten Kollektion, die mit Blockfarben und Elementen aus der Comic-Welt arbeitet.
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Die Kampagne ist ab August online, als Außenwerbung und in nationalen und internationalen Printmedien zu sehen.


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