Pimmel runter, Rente rauf

Sparkasse und Jung von Matt provozieren mit Guerilla-Aktion zur Buchmesse

Die neue Sparkassen-Kampagne ist definitiv ein Hingucker
© Sparkasse
Die neue Sparkassen-Kampagne ist definitiv ein Hingucker
Die Sparkasse setzt die im vergangenen Jahr gestartete Kampagne zum so genannten Renten-Gap fort. Und die hat es in sich: In Zusammenarbeit mit Jung von Matt/Spree macht die Sparkasse Frauen "interessante" Angebote, wie sie ihre im Vergleich zu Männern niedrigere Rente kompensieren können.
"Das erste Kind mit 70!", "Sugardaddy finden für Doofies", "Heute Renterin. Morgen Drogenboss" oder auch "Männer so richtig ausnehmen": Die Ratgeber, in denen Influencerin Nike van Dinther in dem Kampagnenspot schmökert, klingen verlockend, aber auch irgendwie schräg. Das gleiche scheinen die Passanten zu denken, denen van Dinther auf ihrer Lesetour etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Frankfurter Buchmesse begegnet.
Zudem kündigen Motive an einem Bauzaun in Berlin sowie großflächige OoH-Plakate die Escheinung der Bücher an, die auch auf der derzeit stattfindenen Buchmesse gelesen und verteilt. Dadurch bekommt es den Anschein, als hätte die Sparkasse ein paar Rentenratgeber im Selbstverlag herausgebracht. Deswegen auch die Buchmesse als Bühne.


Bei den verduzten Menschen in dem Spot handelt es sich laut Sparkasse nicht um Schauspieler. Ihre Reaktionen sollen der Treibstoff für die Guerilla-Kampagne sein. Auch in den sozialen Netzwerken erhofft man sich bei der Sparkasse Aufmerksamkeit für die Botschaft. Die lautet wie schon vor Jahresfrist, dass Frauen hierzulande nur die Hälfte der Rente bekommen, die Männer erhalten.

Die Kampagne mit dem "Gute Beratung statt schlechte Ratgeber" soll ein Weckruf und Frauen dafür sensibilisieren, sich vor dem so genannten Renten-Gap zu schützen. Die Sparkasse hat zu dem Thema eine Microsite eingerichtet, auf der der Film zu sehen ist, und wo die Nuzerinnen Informationen zum Renten-Gap und wie man sich dafür wappnen kann erhalten. "Frauen sollten nicht darauf vertrauen, dass das Geld später schon irgendwie reichen wird", sagt Silke Lehm, Marketingleiterin beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband. "Unser Ziel ist es, dass Frauen sich mittels guter Beratung frühzeitig ihre finanzielle Vorsorge selbst in die Hand nehmen und gestalten." Im Vergleich zur Vorgänger-Kampagne aus dem vergangenen Jahr wollten die Sparkasse und Jung von Matt bewusst einen draufsetzen: "Eine Kampagne, die nicht als gelernte Kampagne daherkommt und in der viel Liebe zum Detail steckt", sagt Spree-Kreativgeschäftsführer Till Eckel.


Die Umsetzung der Kampagne erfolgte durch die Inhouse-Produktion von Jung von Matt/Spree. Als Executive Producer bzw. Producer waren Matthias van de Sand und Sergii Eisenstadt an Bord, Regie führte Arabella Bartsch, Delia Baum besorgte die Fotos. ire
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