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 Pilot´-Geschäftsführerin Martina Vollbehr
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Pilot Radar

Deutsche erkunden im Urlaub ihre Region statt fremde Länder

Pilot´-Geschäftsführerin Martina Vollbehr
Ab wann kann man wieder in den Urlaub fahren - und wohin? Diese Frage treibt derzeit viele Menschen um. Viele Deutsche lernen durch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts ihre Heimat besser kennen und machen statt Reisen in ferne Länder jetzt Tagesausflüge in die Region oder Kurzurlaub in Deutschland. Das geht aus der neuen Ausgabe der Pilot-Studienreihe "Markenkommunikation in Zeiten von Corona" hervor. 
von David Hein Montag, 04. Mai 2020
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Zwar halten immer noch fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) an ihren Urlaubsplänen fest, allerdings haben 27 Prozent ihre geplante Urlaubsreise ersatzlos storniert. 18 Prozent haben ihre Reise verschoben. Von der anhaltenden Unsicherheit, wann Auslandsreisen wieder möglich sein werden, profitieren vor allem Angebote in der Region: Fast jeder Zweite will Tagesausflüge in die nähere Umgebung machen, wenn er nicht in den Urlaub fahren kann, 40 Prozent wollen Kurzurlaube in Deutschland machen. Etwa jeder Vierte (27 Prozent) möchte mit Freunden etwas in der eigenen Stadt oder der Umgebung unternehmen, etwa ebenso viele (25 Prozent) wollen es sich zu Hause gemütlich machen und das Haus oder die Wohnung verschönern oder renovieren. Vor größeren Anschaffungen oder Ausgaben anstelle von Urlaub schrecken die meisten Befragten allerdings zurück: Nur jeweils 5 Prozent wollen umziehen oder sich statt Urlaub ein neues Auto kaufen. 
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Überhaupt ist die Konsumstimmung angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und Kurzarbeit in vielen Unternehmen getrübt: Nur 39 Prozent der Befragten gehen aktuell gerne bummeln, dafür trifft sich jeder Zweite aktuell lieber mit Freunden statt shoppen zu gehen. Vor allem bei jüngeren Menschen ist laut Pilot Radar eine zunehmende Konsumzurückhaltung zu beobachten. 


Das Thema Nachhaltigkeit bekommt durch die Corona-Krise zusätzliche Bedeutung: 53 Prozent achten beim Kauf auf die Nachhaltigkeit von Produkten, 56 Prozent stimmen der Aussage zu: "Ich denke, dass die Corona-Krise unseren gesamten Konsum verändern wird". Immerhin ist die Offenheit für Werbung weiter groß: So bestätigten 52 Prozent der Befragten, aktuell schon öfter durch Werbung auf interessante Produkte aufmerksam geworden zu sein. 
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"In der Kommunikationsplanung sollten wir hier ganz genau hinsehen, ob hinter den intendierten Konsumeinschränkungen eine aktive Verzichtshaltung steckt oder ob es den wirtschaftlichen Zwängen und Risiken geschuldet ist", erklärt Pilot-Geschäftsführerin Martina Vollbehr. "In der siebten Welle des Pilot Radar konnten wir drei interessante Befunde generieren: Über die Hälfte der Befragten bekennt sich auch in der Krisenzeit zur Nachhaltigkeit beim Konsum, darüber hinaus wird zunehmend das Urlaubs- und Entspannungserlebnis in der Region gesucht und wir sehen eine indifferente Haltung zu Marken. Aus diesen drei Einstellungstrends lassen sich – auch in der Kombination – interessante Konzepte für kreative Markenauftritte entwickeln, beispielsweise über neu gedachte Kooperationen." dh
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