Peloton-Marketerin Anke Drewicke

"Auf dem Bike sind wir letztendlich alle gleich"

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Anke Drewick verstärkt Peloton
© Peloton
Anke Drewick verstärkt Peloton
Der Herbst steht vor der Tür - und damit eine Jahreszeit, in der die Menschen sich wieder verstärkt sportlichen Indoor-Aktivitäten zuwenden. Ein guter Zeitpunkt für Peloton also, kräftig die Werbetrommel zu rühren. Im Gepäck hat das vor gut einem Jahr in Deutschland gestartete Unternehmen eine deutlich erweiterte Angebotspalette.
Im Mittelpunkt des Auftritt steht das neue Bike+, die jüngste Generation des Fitness-Bikes von Peloton, sowie die neuen Kurs- und Trainingsangebote des New Yorker Unternehmens. Darüber hinaus hat Peloton eigens Kurse konzipiert, die einen Mix aus Cardio-Training auf dem Bike und Krafttraining neben dem Bike bieten. Die so genannten Bike Boot Camps sind allerdings nur auf Englisch verfügbar. Auf Deutsch hingegen gibt es neuen Strength-Kurse mit den beiden Peloton-Trainern Irène Scholz und Erik Jäger.


"Auch in der deutschen Peloton Community sehen wir eine hohe Nachfrage nach Kursen, die das Cardio-Training ergänzen und in den Full-Body Bereich gehen", sagt Martin Richter, Geschäftsführer von Peloton in Deutschland. "Darauf haben wir reagiert und freuen uns, dass wir von jetzt an neben deutschsprachigen Cycling-Kursen auch Strength-Kurse mit Erik Jäger und Irène Scholz im Kursportfolio haben." In Planung sind darüber hinaus eine Retail-Kooperation mit Intersport, ein Laufband, das im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll, neue Flagship-Stores und eine Android-Version der Peloton-App.

Die heute startende Kampagne soll das erweiterte Angebot bekannt machen und die Markenbekanntheit von Peloton, das hierzulande Ende 2019 an den Start ging, weiter vergrößern. Der von der Leadagentur Kolle Rebbe entwickelte Auftritt steht unter dem Motto "Do it for Myself" und soll die Nutzer dazu motivieren, sich aufs Rad zu setzen - und zwar in den eigenen vier Wänden. Der gleichnamige Kampagnensong der Band Super Duper soll die Botschaft noch verstärken.
Die Kombinationsmöglichkeiten von Trainings auf und neben dem Fahrrad dürfte auch die von Peloton angesprochene Nutzergruppe verbreitern. "Die Kampagne soll die Vielfältigkeit unseres erweiterten Angebots zeigen", bestätigt Anke Drewicke, seit dem Frühjahr Head of Marketing von Peloton in Deutschland. "Wir sprechen damit zwar unterschiedliche Zielgruppen an – aber auf dem Bike sind wir letztendlich alle gleich."


Im Zentrum der Kampagne steht Bewegtbild. Im TV läuft der Kampagnenspot (Produktion: Markenfilm Hamburg, Regie: TJ O’Grady Peyton) als 20- und 30-Sekünder. Darin spielen auch die Peloton-Coaches Scholz und Jäger eine Rolle. Zusätzlich gibt es 15- und 6-sekündige Spots für Online und Social Media, die auf Video-on-Demand-Portalen und bei Youtube zu sehen sind. Außerdem gehören Display-Werbung und erstmals auch OoH-Maßnahmen zur Kampagne. Die Mediastrategie und -planung übernimmt die Essence. Für PR in Deutschland ist Achtung verantwortlich.

Der vor allem auf Breitenwirksamkeit ausgerichtete Media-Mix sowie die jüngst verkündete Partnerschaft mit dem DFB zeigen, dass sich Peloton hierzulande immer noch in der Phase des Markenaufbaus befindet. Doch Drewicke denkt bereits weiter: "Wir wollen die Hauptmarke für Home Fitness in Deutschland werden", so die ehemalige Vodafone-Kommunikatorin. Peloton gehört dabei zu den Unternehmen, denen die Corona-Pandemie nicht unbedingt schadet. Allein im dritten Quartal wuchs die Zahl der weltweit aktiven Nutzer um fast 100 Prozent auf 886.100. Wie stark die Kundenbasis in Deutschland gewachsen geschweige denn wie groß sie ist, wird nicht verraten. Drewicke lässt lediglich durchblicken, dass man sich hierzulande im Home-Fitness-Segment noch sehr viel ausrechnet: "Die Wachstumsmöglichkeiten in diesem Bereich sind sehr groß, denn eigentlich haben wir dieses Marktsegment mit der Einführung der Marke Peloton in Deutschland überhaupt erst eröffnet." Corona wirke dabei allenfalls als Beschleuniger, "indem die Relevanz unserer Marke dadurch gestiegen ist."

Nichtsdestotrotz scheinen die Wachstums-Aussichten im Corona-Herbst noch einmal deutlich besser zu sein. Entsprechend selbstbewusst zeigt sich Drewicke: Man habe "ehrgeizige Ziele", vor allem aber wolle man nachhaltig wachsen. "Wir können schon jetzt beobachten, dass unsere Kunden uns treu bleiben und sehr engagiert bei der Sache sind", erklärt die Peloton-Marketerin. "Das geht nur, wenn wir immer wieder Begeisterung für unser Angebot wecken. Genau das ist auch die Zielsetzung unserer neuen Kampagne." ire
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