Partnerschaft mit fünf Top-Teams

BMW startet globale E-Sports-Offensive

   Artikel anhören
Glaubt an die Kraft von E-Sports für Marken: BMW-Markenchef Jens Thiemer
© BMW
Glaubt an die Kraft von E-Sports für Marken: BMW-Markenchef Jens Thiemer
Während die meisten Sportarten aufgrund der Corona-Pandemie zum Pausieren gezwungen sind, wird elektronisch weiter gezockt und gestreamt was das Zeug hält. BMW, schon länger in E-Sports aktiv, weitet nun genau in dieser Phase seine Aktivitäten wie geplant weiter aus: Der Autohersteller verbündet sich mit fünf Weltklasse-Teams aus "League of Legends" - eines davon kommt aus Deutschland.
Es handelt sich dabei um den Clan G2 Esports aus Berlin, in League of Legends (LoL) aktueller Vizeweltmeister und Titelverteidiger beim vom LoL-Entwickler Riot Games ausgerichteten Mid-Season Invitational. Das Quintett wird komplettiert von Fnatic (UK), Funplus Phoenix (China), T1 (South Korea) und Cloud9 (USA). Mit Letzeren arbeitet BMW bereits seit dem vergangenen Jahr zusammen, der Hersteller fungiert bei dem Clan als offizieller Automobilpartner. Alle Teams sind auch, aber nicht nur bei League of Legend aktiv. Sie treten auch bei Turnieren in Dota 2, FIFA, Fortnite oder Rocket League an - auch hierbei werden sie von BMW unterstützt.


Überraschend kommt der Schritt nicht: Im Januar auf dem Branchenkongress Spobis hatte BMW-Markenchef Jens Thiemer bereits angekündigt, mit fünf Clans eine Partnerschaft einzugehen. Namen wurden damals allerdings nicht genannt. Insofern kann man den Schritt auch nicht als Reaktion auf die Corona-Krise verstehen, die E-Sports weltweit einen großen Boom verschafft hat. "Unsere Partnerschaft mit den Teams war schon vor der Corona-Krise abgeschlossen und hätten wir schon früher kommunizieren können. Was wir wegen der aktuellen Lage so weit wie möglich nach hinten verschoben haben", teilt ein BMW-Sprecher auf Nachfrage mit.
Das League of Legends-Roster des Berliner Clans G2
© G2
Das League of Legends-Roster des Berliner Clans G2
BMW ist bereits seit dem Jahr 2017 im E-Sport engagiert. Damals fungierte das Unternehmen als  Sponsor der European League of Legends Finals in Paris. Im vergangenen Jahr startete BMW zudem eine eigene SIM Racing-Serie, bei der die Fahrer an Simulatoren sitzen und die Rennen gestreamt werden. Der Ausbau der Clan-Partnerschaften soll das E-Sports-Engagement der Münchner auf ein neues Level heben.

"E-Sports zeigt uns, wie Sportunterhaltung weiterhin gedeihen und eine Schlüsselrolle bei den heutigen Herausforderungen spielen kann", sagt Thiemer, der ebenfalls im Jahr 2017 seinen vorherigen Arbeitgeber Mercedes-Benz in den Gaming-Bereich eingeführt hatte.


"Unser Einstieg in den Sport ist motiviert durch das Versprechen, ein nachhaltiger, globaler Partner zu werden, der die Teams und die gesamte Disziplin vor, während und nach diesen Zeiten der Unsicherheit unterstützt", so Thiemer weiter. "Gemeinsam mit den besten Teams der Welt wollen wir unsere Design- und Innovationsfähigkeiten einsetzen, um die Disziplin langfristig zu gestalten. Unser Engagement im Sport ist ein wichtiger Meilenstein, der zum ersten Mal eine neue Intersektionalität mit einer dynamischen und schnell wachsenden Community bietet. Wir betrachten den Sport als eine vielversprechende, wachsende Ergänzung unserer Marketingaktivitäten, die BMW auf seinem Weg zu einer emotionalen Marke unterstützt, mit der sich Menschen identifizieren."
„Unser Einstieg in den Sport ist motiviert durch das Versprechen, ein nachhaltiger, globaler Partner zu werden, der die Teams und die gesamte Disziplin vor, während und nach diesen Zeiten der Unsicherheit unterstützt.“
Jens Thiemer, Markenchef BMW
Dabei soll BMW nicht nur als Sponsor, sondern als Partner agieren. Der Autobauer will etwa das Wissen seiner Ingenieure dazu nutzen, Hard- und Softwareprodukten zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Spieler zugeschnitten sind. Außerdem stattet die Marke die Teams mit Fahrzeugen aus, die in auffälligen Farben und mit Motiven lim Comnic-Stil ackiert sind, die mit dem Logo jedes Teams kombiniert werden. Die Designs wurden von BMW und den Teams gemeinsam entwickelt. "Unser langfristiges Ziel ist es, unser Teamportfolio zu vertrauten Namen in der allgemeinen Sport- und Unterhaltungsbranche auszubauen", so Thiemer.

Außerdem soll im Rahmen der Kooperation guter Content entstehen. Eine erste Kostprobe wollen die Partner bereits zum Start der Zusammenarbeit abgeben. Dafür wurde eine Aktion entwickelt, die unter dem Doppelmotto "United at Home" bzw. "United in Rivalry" steht. Ersteres spielt darauf an, dass die Mitglieder der von BMW gesponserten Teams derzeit auch größtenteils an an ihr Zuhause gefesselt sind. Letzteres meint die zum Teil schon berüchtigten Rivalitäten zwischen den fünf Teams, die auch in der Leidenschaft für ihren gemeinsamen Sport vereinigt sind. Im Rahmen der Partnerschaft mit BMW werden sich die Teams vor Turnieren daher herausfordern und versuchen, sich gegenseitig zu übertreffen, indem sie den Hashtag #unitedinrivalry auf Kanälen wie Instagram, Twitter, Facebook, WeChat und verschiedenen Streaming-Plattformen auf der ganzen Welt verwenden. ire
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats