OWM-Fachtagung

Ohne Customer Centricity ist Technologie nicht viel wert

OWM-Chefin Tina Beuchler bei der Fachtagung des Verbands in Berlin
© OWM
OWM-Chefin Tina Beuchler bei der Fachtagung des Verbands in Berlin
Technologie bietet für das Marketing von Unternehmen große, teilweise noch ungeahnte Chancen. Technologiegetriebenheit dürfe jedoch nicht dazu führen, dass Werbungtreibende den Menschen aus dem Fokus verlieren, warnte Tina Beuchler bei der OWM-Fachtagung in Berlin.
Ohne die Akzeptanz der Menschen würden neue Technologien keinen Erfolg haben, so Beuchler, die kommendes Jahr in die Nestlé-Zentrale in die Schweiz wechselt und auch den Posten als OWM-Chefin im April 2019 abgibt. Die Relevanz dieses Themas ist unbestritten: In der aktuelle Mitgliederumfrage der OWM teilten 87 Prozent die Ansicht, dass die aktuellen Tech-Trends das Marketing teilweise oder ganz auf den Kopf stellen.


Am bedeutendsten schätzen die Werbungtreibenden Programmatic Buying (79 Prozent), Sprachassistenten (76 Prozent) und Künstliche Intelligenz (69 Prozent) ein. Aber auch Visual Search, Augmented Reality und Blockchain werden als wichtige Zukunftstechnologien genannt. Die Ergebnisse des bisher Ausprobierten lassen allerdings noch zu wünschen übrig. Mehr als die Hälfte der befragten OWM-Mitglieder (58 Prozent) sind nur teilweise zufrieden.
„Die aktuellen Technologietrends bieten enorme Chancen für Unternehmen und ihr Marketing, auch wenn sich deren zukünftiges Potenzial oft nur erahnen lässt.“
Tina Beuchler
Gleichzeitig bestätigten 97 Prozent die Wichtigkeit der Customer Centricity, sprich den Mensch in den Mittelpunkt aller Marketing-Aktivitäten zu stellen. Wie gut den einzelnen Firmen das gelingt, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.

Um Technologie und Customer Centricity wirkungsvoll zu verbinden, seien qualitativ hochwertige Daten entscheidend, so Beuchler. Allerdings sei deren Qualität derzeit noch ausbaufähig, zitiert die OWM-Vorsitzende aus der Mitgliederumfrage des Verbands: Während nur 14 Prozent der Befragten ihre Qualitätsansprüche als eher erfüllt sehen, können 54 Prozent dies nur teilweise bestätigen. Beuchler: "Ein Thema, das uns 2019 beschäftigen wird." ire
stats