OWM-Chef Joachim Schütz

"Die erste Aufgabe von Werbung ist, zu verkaufen"

OWM-Chef Joachim Schütz im Interview
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OWM-Chef Joachim Schütz im Interview
Werber, keine Weltretter: Joachim Schütz vereint in der Werbe-Kunden-Lobby OWM mehr als 100 werbungtreibende Unternehmen – dass die Firmen und Konzerne mit ihren Media-Milliarden auch eine gesellschaftliche Verantwortung tragen, sieht er nicht so. "Die erste Aufgabe von Werbung ist, zu verkaufen", sagt Schütz im Interview mit HORIZONT Online und turi2.tv am Rande des Best4-Events. Dass Media-Investitionen auch Arbeitsplätze schaffen und für den Erhalt einer freien und vielfältigen Presse sorgen, sieht er als "sekundäre Effekte".
"Jedes Unternehmen entscheidet selbst, wo es seine Gelder investiert", sagt Schütz. Eine konzertierte Aktion der in der OWM organisierten Unternehmen, Facebook und Google unter Druck zu setzen, damit sie Fake News ernsthaft bekämpfen, sieht er deswegen nicht. "Wir versuchen diese Thematik über Argumente und Öffentlichkeitsarbeit anzugehen." Empfehlungen geben könne er aber nicht. Gute Werbeumfelder sind den Unternehmen dennoch wichtig, sagt Schütz. Oft hätten Unternehmen durch die automatische Platzierung aber zu wenig Kontrolle über die Umfelder, in denen ihre Werbung läuft.




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