Otto Katalog

Die besten Titel und Kampagnen aus 68 Jahren

Claudia Schiffer im Otto-Spot
Otto
Claudia Schiffer im Otto-Spot
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"Otto ... find’ ich gut" - der Slogan aus den 80er Jahren, der zum geflügelten Wort wurde und deutsche Werbegeschichte schrieb, war über Jahrzehnte vor allem mit einem Produkt verbunden: dem Otto-Katalog. Ende 2018 zieht Otto die Konsequenzen aus der E-Commerce-Revolution, die nicht nur die Shoppinggewohnheiten der Verbraucher weltweit auf den Kopf gestellt, sondern auch den Otto-Konzern nachhaltig verändert hat, und schafft sein einstiges Aushängeschild ab. HORIZONT Online erinnert mit einer Auswahl der besten Titel und Kampagnen an 68 Jahre Otto-Katalog.

Der Katalog

Die erste Ausgabe des Otto-Katalogs erschien im Jahr 1950. Der Titel wurde damals in naturbelassener Papp-Optik in Umlauf gebracht, die Seiten waren noch etwas provisorisch zusammengeheftet, die Produktfotos eingeklebt.

Otto-Katalog: Die besten Titel aus 68 Jahren


In den Folgejahren - das zeigen bereits die in unserer Galerie abgebildeten Titel aus den Jahren 1952 und 1953 und die Collage von 1950 bis 1995 - wurde der Katalog in puncto Haptik und Gestaltung bereits deutlich aufgewertet. In den 60er Jahren - das zeigt unter anderem der Titel aus dem Jahr 1961 - kam der Otto-Katalog bereits deutlich farbenfroher daher. Der Markenname Otto wurde erst in den 70er Jahren prominent auf dem Titel platziert. Was den Katalog so erfolgreich machte, waren auch die zahlreichen Promis, die Otto ihr Gesicht liehen. So waren Stars wie Claudia Schiffer, Heidi Klum und Nena auf dem Otto-Katalog zu sehen - um nur einige zu nennen.

Die Werbung

Legendär ist bis heute vor allem der Slogan, mit dem Otto für seinen Katalog und für sich warb. "Otto ... find’ ich gut" wurde im Jahr 1986 vom damaligen Kommunikationschef Detlev v. Livonius, Ex-Werbechef Klaus Fricke sowie der Werbeagentur Baader, Lang und Behnken erfunden - und über Jahrzehnte genutzt, wie die Galerie der historischen Werbemotive zeigt (ein Dank an die Kollegen von www.Brand-History.com für die historischen Motive). 

Otto-Werbung: Historische Werbemotive für den Otto-Katalog


Auch Agenturen wie Kolle Rebbe und der neue alte Stammbetreuer Heimat, die schon seit Jahren eher für Onlineplattformen wie Otto.de und About You tätig sind, haben den Werbespruch in ihren Kampagnen eingesetzt. Erst im Jahr 2012 wurde er eingemottet - und findet sich heute nur noch – als Gimmick und versteckt – im Footer auf otto.de. 

Eine Zeitreise durch sieben Jahrzehnte deutsche Werbung bietet auch ein Blick auf die historischen TV-Spots für den Otto-Katalog. Während die ersten Spots noch den typischen Charme der 60er Jahre versprühten und auch in den 80ern und 90ern zumindest aus heutiger Sicht wenig Spektakuläres zu sehen war, schwang sich Otto spätestens zu Beginn dieses Jahrtausends zu kreativen Höchstleistungen auf.
Ein Beispiel ist die Spot-Serie "Warum Frauen Kataloge brauchen" aus dem Jahr 2008. In den von der Agentur Toreros gemeinsam mit Otto produzierten Commercials wird der Otto-Katalog zur Waffe, die (zu Recht) genervte Frauen gegen ihre Männer einsetzen. 

Ein neues Kapitel in der Otto-Werbung wurde ab 2013 mit der von Heimat kreierten "Gefunden auf Otto.de"-Kampagne geschrieben, die aus kreativer Sicht viel Aufmerkamkeit erregt und nicht mal im Entferntesten noch etwas mit dem traditionellen Otto-Katalog zu tun hat. Ein weiteres Kapitel in der Werbehistorie wird im kommenden Jahr geöffnet. Dann wird die vom Pitch-Sieger Heimat entwickelte neue Markenkampagne von Otto vorgestellt

Ausgewählte Otto-Spots




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