Online-Datenmarktplatz

Bitsaboutme will in Deutschland wachsen

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Der Online-Datenmarktplatz Bitsaboutme wagt sich nach Deutschland
© Bitsaboutme/Screenshot
Der Online-Datenmarktplatz Bitsaboutme wagt sich nach Deutschland
Bitsaboutme hat sich seit 2017 als Europas erster Online-Datenmarktplatz für faire Datendeals positioniert. Jetzt expandiert das in Bern beheimatete Unternehmen nach Deutschland. Hier verspricht sich das Schweizer Start-up neue Wachstumschancen.
Bislang war Bitsaboutme nur in der Schweiz aktiv, jetzt wagt sich Europas erster Online-Datenmarktplatz für faire Datendeals - so die eigene Positionierung - über die Grenze nach Deutschland. Das Schweizer Startup mit Sitz in Bern will Konsumenten einen fairen Datenaustausch zwischen Konsumenten und Unternehmen ermöglichen. Die Expansion verwundert kaum. Der Markt mit persönlichen wird allein in Europa auf mehr als 260 Milliarden Euro geschätzt. Daran wollen nicht nur die Schweizer partizipieren.


Die Kunden können auf der Plattform Daten gegen Geld oder geldwerte Vorteile tauschen. Dazu müssen Sie sich zunächst auf der Website registrieren. Danach können sie alle Informationen über ihre persönlichen Online-Aktivitäten wie Social Media, E-Commerce und Kundenbindungsprogramme, die sonst über das ganze Internet verteilt sind, an einem sicheren Ort sammeln, transparent einsehen, kontrollieren und selbstbestimmt Interessierten anbieten.


In der Schweiz nutzen bislang mehrere Tausend Konsumenten das Angebot, Tendenz steigend, wie es aus dem Unternehmen heißt. Wie in der Schweiz will das Unternehmen auch in Deutschland Neukunden vor allem via Social Media wie etwa auf Youtube, Newslettern und Kooperationen mit Partnern gewinnen.
Zum Start bieten in Deutschland unter anderem Webshop Redzilla und der Outdoor-Shop Naturzeit den Kunden Datendeals an. In der Schweiz gehören unter anderem Nettoshop.ch, Knecht Reisen, Bonuscard und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) zu den Partnern. Letztere kooperiert mit Bitsaboutme für ein Forschungsprojekt zur Prävention ernährungsbedingter Krankheiten auf Basis von Einkaufsdaten. Zudem ist die Integration der Kundenprogramme von Payback, Zalando und Amazon möglich.


"Wenn jeder Verbraucher bei BitsaboutMe seine eigenen digitalen Daten einsehen, kontrollieren und nun damit auch Geld verdienen kann, wird er sich des Werts seines "Datenschatzes" bewusst. Damit steigt die Bereitschaft, Daten unter transparenten Bedingungen mit Unternehmen gegen faire Vergütung zu teilen", erklärt Christian Kunz. Der Ex-CEO von Ricardo.ch hatte 2017 das Start up gemeinsam mit Christophe Legendre, CTO von ricardo.ch, gegründet.

Und auch für Unternehmen sieht der Inhaber nur Vorteile, weil diese Zugang zu "weitaus hochwertigere und umfassendere Datenprofile als bisher im Markt", erhalten können. Um das sicherstellen zu können hilft das Unternehmen bei der Formulierung der Datenanfragen mit einem standardisierten Rahmen für Daten-Deals und "stellt so sicher, dass die Daten anschließend sicher und konform mit der EU-Datenschutzgrundverordnung ausgetauscht werden", wie es bei dem Startup heißt.

Das Geschäftsmodell dahinter ist einfach. Für Konsumenten ist die Plattform kostenlos. Unternehmen bezahlen den Konsumenten als Eigentümer der Daten einen Betrag, BitsaboutMe erhält eine Kommission für die sichere und transparente Abwicklung des Austausches. mir
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