"One of Us"

Jetzt setzt auch McDonald's ein Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus

   Artikel anhören
McDonald's listet in dem Film die Namen von sieben Opfern rassistischer Gewalt auf - darunter George Floyd
© McDonald's
McDonald's listet in dem Film die Namen von sieben Opfern rassistischer Gewalt auf - darunter George Floyd
Mit seinem ganz in Schwarz gehaltenen Film "For once, Don't do it" lieferte Nike am vergangenen Wochenende ein genauso wichtiges wie berührendes Statement zu dem Tod von George Floyd und den darauf folgenden gewaltsamen Unruhen in den USA. Jetzt zieht mit McDonald's eine weitere Marke mit großem Einfluss nach - und erinnert in einem leisen Spot an sieben Afroamerikaner, die durch Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten zu Tode gekommen sind.
Trayvon Martin, Michael Brown, Alton Sterling, Botham Jean, Atatiana Jefferson, Ahmaud Arbery, George Floyd - diese sieben Namen erscheinen zu Beginn des 60-Sekünders nacheinander in schwarzer Schrift auf senfgelbem Hintergrund, der Markenfarbe von McDonald's. Es sind die Namen von afroamerikanischen US-Bürgern, die in jüngerer Vergangenheit durch Polizei- und Rassengewalt in dem Land getötet wurden. Dazu liefert das Fastfood-Unternehmen die Message:


"He was one of us. She was one of us. They were all one of us. We see them in our customers. In our crew members. We see them in our franchisees. And this is why the entire McDonald's family grieves. It's why we stand for them and any other victims of systematic oppression and violence."

Am Ende des tonlosen Films, der wie Nikes "Just Don't Do It" von der Kreativagentur Wieden + Kennedy entwickelt wurde, verkündet McDonald's zudem, dass es jeweils eine Million Dollar an die National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) sowie an die National Urban League spenden und so einen Beitrag dazu leisten will, Rassismus und Ungleichheit in den USA zu bekämpfen. Bevor das ikonische "Golden-Arches"-Logo der Marke erscheint, steht weiß auf schwarzem Hintergrund der in diesen Tagen vielfach verwendete Slogan: "Black Lives Matter."
Neben McDonald's und Nike hat auch die Eismarke Ben & Jerry's mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufsehen gesorgt und unter anderem US-Präsident Donald Trump in einer Art Manifest aufgefordert, friedlich gegen Rassismus, Ungleichheit und Unterdrückung zu kämpfen. Zudem hat die TV-Anstalt ViacomCBS auf ihren Sendern in dieser Woche einen bedrückenden Film gezeigt (siehe oben), in dem zu klar vernehmbaren Atemzügen immer wieder die Aussage "I Can't Breathe" eingeblendet wird - und das 8 Minuten und 46 Sekunden lang. Genau so lange kniete der mittlerweile wegen Mordes angeklagte Polizist Derek Chauvin auf dem Hals von George Floyd, bis dieser schließlich bewusstlos von Sanitätern abtransportiert wurde und kurze Zeit später verstarb. tt
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats