Olympische Spiele

Team Deutschland meldet Rekordzahlen im Social Web

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Besonders auf Instagram war Team D erfolgreich
© Screenshot instagram.com/teamdeutschland
Besonders auf Instagram war Team D erfolgreich
Die zuschauerlosen Olympischen Spiele in Tokio haben dem deutschen Olympiateam Rekordzahlen im Social Web beschert. Laut Mitteilung der Deutschen Sport Marketing, dem exklusiven Vermarkter des Deutschen Olympischen Sportbundes, steht unter dem Strich eine kumulierte Reichweite von rund 740 Millionen Kontakten - fast 140 Millionen davon in den sozialen Netzwerken.
Schon bevor klar war, dass bei den diesjährigen Olympischen Spielen keine Zuschauer zugegen sein dürfen, hatten sich DOSB und DSM auf einen großen Digitalanteil bei den Aktivierungen eingestellt - als die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees feststand, hatten das deutsche Olympiateam und sein Vermarkter die Bemühungen noch einmal intensiviert.

Offenbar mit Erfolg: Durch die vor Beginn der Spiele gestarteten Formate - etwa die Einkleidung des Olympia-Kaders in Form einer hybriden Roadshow - sowie durch die Begleitung der Wettkämpfe in den sozialen Medien entstanden bis zum Ende der Olympischen Spiele 138 Milllionen Kontakte.

Die meisten Impressions verzeichnete dabei Instagram (86,5 Millionen) vor  Facebook (35,4 Millionen), Twitter (12,2 Millionen) und TikTok (4,2 Millionen). Spitzenreiter auf den jeweiligen Kanälen waren der Facebook-Post zum Gold-Gewinn von Ringerin Aline Rotter-Focken (4,3 Millionen Reichweite), ein TikTok-Video zu Ruderer Oliver Zeidler (384.000 Views) sowie das Instagram-Reel zur Begrüßung von Tennisspieler Alexander Zverev im Olympischen Dorf nach seinem Olympiasieg (748.000).

Zudem wurden auf der Website von Team Deutschland 1,9 Millionen Seitenaufrufe gezählt. Wie sehr sich die Zeiten geändert haben, sieht man einem Vergleich mit einem länger zurückliegenden Ereignis: Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi brachte es die Website auf 330.000 Pageviews. Der seinerzeit erfolgreichste Beitrag zu einer deutschen Goldmedaille kam auf eine Reichweite von 800.000 Kontakten.
Das erstmals komplett digital umgesetzte Deutsche Haus - normalerweise Begegnungsstätte vor Ort für Athlet_innen, Medien, Gäste und Sponsoren - verzeichnete laut DSM bei seiner Premiere 44.500 Besuche. Der Team D Tree, den Fans des deutschen Olympiateams mit Grußbotschaften bestücken konnten, die in Tokio ausgedruckt und an einen nachgebauten Baum gehangen wurden, bringt es auf insgesamt 866.000 Impressions. Über 12.000 Nachrichten wurden aus Deutschland an den interaktiven Baum gesendet.

"Mit einem kleinen Team vor Ort in Tokio haben wir große Geschichten erzählt – egal ob über Fotos, Videos oder Audio und egal ob auf Instagram, TikTok oder Spotify", sagt Jens Behler, Ressortleiter Digitale Kommunikation beim DOSB. "Wir haben es geschafft, dass alle Fans, die dieses Mal leider nicht mit uns bei den Spielen sein konnten, so nah mit dabei waren wie nie zuvor."

Als größtes Pfund erwies sich jedoch die Kooperation mit dem Außenwerber Ströer, der Kampagnenmotive und Medaillengewinne auf seinen digitalen Werbeflächen verbreitete. Dies brachte Team D weitere 575 Millionen Kontakte ein.
„Wir haben es geschafft, dass alle Fans, die dieses Mal leider nicht mit uns bei den Spielen sein konnten, so nah mit dabei waren wie nie zuvor.“
Jens Behler, DOSB
Entsprechend positiv fällt auch das Resümee bei der DSM aus: "Wir sind wahnsinnig stolz auf das, was wir mit unserem Team sowie gemeinsam mit den Kolleg*innen des DOSB – allen voran Jens Behler als Ressortleiter 'Digitale Kommunikation' – und allen unseren Partnern angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen zu diesen Spielen auf die Beine gestellt haben", sagt Geschäftsführerin Claudia Wagner. "Ideen gab es bereits zu Beginn der Überlegungen viele, aber dass am Ende dieses Paket mit so unterschiedlichen und kreativen Umsetzungen steht, das ist – ehrlich gesagt auch für uns – ein großes Geschenk, das wir so nicht erwartet hätten. Zu diesem Erfolg haben viele Player beigetragen, über diesen Erfolg dürfen sich nun zu Recht viele freuen. Wir ziehen daraus ganz viel Motivation und Learnings für die Road to Beijing, auf der wir nun auch schon wieder Richtung Zielgeraden steuern." ire
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