Ökostromanbieter LichtBlick

Bei dieser Kampagne hat "New Normal" nichts mit Corona zu tun

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LichtBlick appelliert an die junge Generation, auch beim Thema Energie rebellisch zu sein und neue Wege zu gehen
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LichtBlick appelliert an die junge Generation, auch beim Thema Energie rebellisch zu sein und neue Wege zu gehen
In diesen Tag ist viel von einer "neuen Normalität" die Rede, an die wir uns aufgrund der Corona-Pandemie zu gewöhnen hätten. Auch der Hamburger Ökostrom-Anbieter LichtBlick will jetzt in "Das neue Normal" eintreten – mit dem Virus hat das allerdings nur am Rande zu tun.
LichtBlick will sich mit einem umfassenden Markenrelaunch, der eine neue Imagekampagne sowie eine überarbeitete digitale Präsenz beinhaltet, als "Vorreiter-Marke für klimaneutrales Leben" positionieren. Bereits heute zählt das Unternehmen zu den größten deutschen Energieversorgern, unter den Ökostromanbietern ist LichtBlick sogar die Nummer eins hierzulande. Doch das geht den Verantwortlichen noch nicht weit genug: Geht es nach Chief Commercial Officer Constantin Eis, soll LichtBlick auch die bekannteste und beliebteste Marke für einen klimaneutralen Lebensstil werden.

Der Zeitpunkt dafür scheint trotz Corona günstig. Das Bewusstsein für den Klimawandel ist da und wird durch die Fridays for Future-Bewegung weiter vertieft. Klimaschutz und nachhaltiger Lebensstil sind inzwischen keine Themen mehr für Außenseiter und Sonderlinge, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. "Die Klimakrise duldet keinen Aufschub", sagt denn auch Eis. "Wir müssen jetzt handeln - und das entschlossen. Unser Angebot zielt genau darauf ab – wir laden die Menschen mit unseren Lösungen dazu ein, sich gemeinsam auf den Weg in ein klimaneutrales Leben zu machen." Im Fokus stehen dabei insbesondere jüngere Zielgruppen.
Constantin Eis ist seit 2019 Chief Commercial Officer von LichtBlick
© LichtBlick
Constantin Eis ist seit 2019 Chief Commercial Officer von LichtBlick
Dabei hat das Unternehmen - unwillentlich - erstaunlichen Weitblick bewiesen: LichtBlick hat sich bereits im vergangenen Dezember die Domain dasneuenormal.de gesichert – natürlich ohne zu ahnen, welchen Klang diese Formulierung ein gutes Dreivierteljahr später haben würde. Für Eis allerdings kein Problem: "'Das Neue Normal' hat jetzt eine ganz andere Aktualität. Wir brauchen ein neues Normal – auch für das Klima."

Das soll man auch der Kampagne anmerken: Das Maßnahmen-Paket der erstmals komplett inhouse umgesetzten Kampagne umfasst ein Video, der nachhaltiges Handeln als revolutionären Akt preist – obwohl man bei LichtBlick ja selbst sagt, dass das Thema inzwischen die Breite Masse beschäftige. "Uns geht es darum, weiter revolutionär zu denken und zu handeln und wieder neue Lösungen zu entwickeln", erläutert Eis den Ansatz.
Auch optisch ist bei LichtBlick einiges neu: Zentrales Element ist der orangefarbene Kreis, der für die Gemeinschaft und das stehen soll, was LichtBlick mit seinen Kunden bereits als neues Normal etabliert hat – nämlich grüne Energie. Der Ring soll innovative Lösungen symbolisieren, die in Zukunft zum neuen Normal werden. Beides findet sich auch auf der neu gestalteten Website (Realisierung: Jung von Matt/Tech), die für eine bessere User-Erfahrung sorgen soll. Eis findet für das Ergebnis einen ambitionierten Vergleich: "Wir schaffen ein Kundenerlebnis wie bei Spotify. So werden wir zum digitalen Vorreiter der Klima-Branche. Auch dafür steht unsere neue Marke."

Des weiteren platziert LichtBlick Plakate in seiner Heimatstadt Hamburg. Das digitale Maßnahmenpaket beinhaltet unter anderem Paid Search und Paid Social sowie Premium Instream Videos in kontextual passenden redaktionellen Artikeln. Alles zusammen soll dazu führen, Innovatoren und Early Adopters aus den definierten Personas bzw. Zielgruppen zu erreichen. "Wir glauben, dass der Mix aus Online und Offline ausbalanciert ist und uns die beste Reichweite in unserer Zielgruppe gibt", sagt Eis. "Wir sehen, dass gerade Display Marketing für uns zunehmend wichtiger wird."
„Das Neue Normal' hat jetzt eine ganz andere Aktualität. Wir brauchen ein neues Normal – auch für das Klima.“
Constantin Eis, LichtBlick
Die Botschaft der Kampagne soll auch durch ihren Starttermin unterstrichen werden: Der 22. August war in diesem Jahr der so genannte Earth Overshoot Day. Dieser von der NGO Global Footprint Network erdachte Tag soll den Zeitpunkt markieren, an dem die Nachfrage der Menschheit nach natürlichen Ressourcen das Angebot der Erde übersteigt. In diesem Jahr ist der Tag – Corona sei "Dank" - so spät wie seit acht Jahren nicht mehr. Allerdings sollte es nicht erst ein gefährliches Virus brauchen, um sorgsamer mit Ressourcen umzugehen, so Eis: "Wir streben eine Welt an, bei der nicht erst ein Lockdown für weniger CO2 Ausstoß sorgt. Wir entwickeln Technologien, die uns erlauben, nachhaltiger mit unseren Ressourcen umzugehen."

Die Markenkampagne läuft bis zum 10. September. Anschließend starten Produktkampagnen, unter anderem für den E-Auto-Stromtarif "FahrStrom unterwegs" oder den "EnergieManager", ein Smart Meter Lösung für Unternehmen. ire
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