Öffentlichkeitsarbeit der Ministerien

So viel gibt die Bundesregierung für PR und Werbung aus

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Das von Hubertus Heil (SPD) geführte Bundesarbeitsministerium steckt am meisten Geld in Werbung
© BMAS / Susi Knoll
Das von Hubertus Heil (SPD) geführte Bundesarbeitsministerium steckt am meisten Geld in Werbung
Die Bundesregierung will in diesem Jahr 42,8 Millionen Euro für Werbung und PR in eigener Sache ausgeben. Das geht aus einer Aufstellung des Kabinetts auf Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die HORIZONT vorliegt und über die das "Handelsblatt" zuerst berichtet hat. Im Vergleich zum Vorjahr sinken die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit der erfassten 14 Bundesministerien und zwei Bundesbeauftragten um 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2014 ergibt sich allerdings eine satte Steigerung um mehr als 60 Prozent.
Den größten Einzeletat in Sachen PR und Werbung hat das Bundesarbeitsministerium mit einem Budget von 11,2 Millionen Euro. Dahinter folgen das Bundesfinanzministerium mit 5,9 Millionen Euro, das Bundeswirtschaftsministerium mit 5,3 Millionen Euro sowie das Bundesgesundheitsministerium mit 5,2 Millionen Euro. Den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr gibt es bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien mit einem Plus von gut 280 Prozent auf 322.000 Euro.


Deutlich weniger Geld für Öffentlichkeitsarbeit als im vorigen Jahr will dagegen das Bundesjustizministerium ausgeben. Hier sinkt das Budget um 80 Prozent von 6,3 auf 1,2 Millionen Euro. Mit Abstand am wenigsten Geld in Eigen-PR steckt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dessen Ausgaben dafür belaufen sich auf 126.000 Euro.

Im Langzeitvergleich zu 2014 haben sich die Ausgaben von 26,3 auf 42,8 Millionen Euro erhöht. Auch damals waren es im Wesentlichen dieselben Ministerien, die am meisten Geld in Werbung und PR gesteckt haben. Christian Dürr, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, die die Anfrage gestellt hat, sagt dazu: "Es ist eine bodenlose Unverschämtheit von der Großen Koalition zu behaupten, dass kein Geld für Entlastungen da sei, während gleichzeitig Millionen an Steuergeldern jedes Jahr in die PR der Ministerien fließen." mam  
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