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Nico Rosberg auf der Dmexco
Dmexco
Nico Rosberg

Vom Formel-1-Champion zur digitalen Plattform

Nico Rosberg auf der Dmexco
2016 wurde Nico Rosberg Formel-1-Weltmeister: Der Höhepunkt seiner Laufbahn. Nur wenige Tage später verkündigte er das sofortige Ende seiner Karriere. Seither sind zwei Jahre ins Land gegangen und Rosberg hat eine neue Aufgabe gefunden: Er konzentriert sich auf die digitale Welt und macht seinen Namen zur Plattform.
von Katharina Brecht Donnerstag, 13. September 2018
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Bereits seit er zehn Jahre alt war, hatte Nico Rosberg kaum Zeit, sich mit etwas anderem zu beschäftigen als mit Autorennen. Rennen und Trainings beherrschten seinen Alltag. Mit 31 und dem Rücktritt aus der Formel 1 kam dann die 360-Grad-Wende, und der Weltmeister fand eine neue Beschäftigung. Doch so unterschiedlich das Digitalbusiness und der erste Teil seines Lebens auch erscheinen mögen: Die Sportlerkarriere ist ihm heute sehr hilfreich. "Alles, was ich im Sport gelernt habe, kann ich heute anwenden - im Business und im Digitalen", erzählt er. Dazu gehöre zum Beispiel, sich stark auf eine Sache zu fokussieren, aber den Spaß am Leben nicht zu verlieren.
„Alles, was ich im Sport gelernt habe, kann ich heute anwenden - im Business und im Digitalen.“
Nico Rosberg


Die digitale Welt beschreibt er als wahnsinnig aufregend. Rosberg konzentriert sich vor allem auf die sozialen Netzwerke, Youtube und einen eigenen Podcast. "Dabei gefällt mir besonders die Resonanz der Zuschauer", sagt der Ex-Formel-1-Champion.

Thematisch beschäftigt er sich in seinem neuen Berufsalltag mit nachhaltigen Technologien wie Elektro-Autos und der persönlichen Weiterentwicklung. "Ich glaube, dass nachhaltige Technologien einen großen Einfluss auf unser aller Leben haben werden: Die Sustainable Revolution beginnt", kündigt Rosberg an. Dennoch mahnt er, dass Europa und Deutschland aufpassen müssen, nicht den Anschluss zu verlieren. Das beginne schon mit der Infrastruktur, die etwa für autonome Fahrzeuge noch deutlich ausgebaut werden müsse.

Den Fokus will Rosberg in Zukunft auf das Podcasting legen, berichtet er. "Das macht mir am meisten Spaß - und es ist spannend zu sehen, wie ich mich dabei verbessere und weiterentwickle. Ich bin ja kein Journalist, dessen täglich Brot Interviews sind". Aufmerksamkeit scheinen die Audiobeiträge des ehemaligen Weltmeisters schon einmal zu bekommen: Rosberg erzählt davon, dass CEOs großer Firmen ihn kontaktieren, die sich die 40-Minuten langen Folgen angehört haben. bre


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