"Nicht nur für Weltverbesserer"

Wie McDonald's mit dem Minderheitenthema Veganismus im Massenmarkt punkten will

Mit seinem neuen vegranen Burger will McDonald's die Weltverbesserer und die einfachen Fastfood-Fans überzeugen
© McDonald's/Youtube
Mit seinem neuen vegranen Burger will McDonald's die Weltverbesserer und die einfachen Fastfood-Fans überzeugen
Ein veganer Burger im Hauptmenü von McDonald’s? Für manchen Hardcore-Fan ist das ein Sakrileg. Doch den eigentlichen Tabubruch liefert die Launch-Kampagne des Big Vegan TS. Denn erstmals hat bei der Produktwerbung nicht die Marketingabteilung die Federführung, sondern das PR-Team. Der Auftritt ist ein Paradebeispiel für den Trend, Produkte als Plattform der eigenen Markenkommunikation zu nutzen.
Auch der neue Burger ist kein Resultat einer spürbaren Kundennachfrage, sondern entspringt einer strategischen Überlegung. Treiber des Themas war Vorstandsvorsitzender Holger Beeck, der sein Team aktiv ermunterte, eine neue Lösung für den Markt der Fleischvermeider zu entwickeln. Dass der so entstandene Burger vegan ist, mutet angesichts der realen Verhältnisse im Konsumentenmarkt zunächst verwunderlich an. Denn derzeit ernähren sich nur 1,6 Prozent aller Deutschen vegan, aber fast 10 Prozent sind Vegetarier und über ein Drittel der Konsumenten wollen ihren Fleischkonsum reduzieren.

„Veggie-Produkte sind zwar nicht ganz neu für McDonald’s, aber dieses Produkt geht einen deutlichen Schritt weiter und kann als Initiative und Haltung zugleich verstanden werden.“
Susan Schramm

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