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Was Talente von ihren zukünftigen Arbeitgebern wirklich erwarten

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Bewerber wollen heute vor allem eine gute Work-Life-Balance und kompetente Führung
© IMAGO / Cavan Images
Bewerber wollen heute vor allem eine gute Work-Life-Balance und kompetente Führung
Jedes zweite Unternehmen in Deutschland hat Probleme, ausreichend Personal zu rekrutieren. Das zumindest besagen die Ergebnisse der von Xing E-Recruiting in Auftrag gegebenen "New Hiring"-Studie. Sie  machen vor allem eines klar: Neue Hiring-Strategien könnten für Unternehmen zum Erfolgsfaktor werden.
Im Auftrag von Xing E-Recruiting, einer Tochtermarke von New Work, befragte Forsa im Januar dieses Jahres über 2.500 Erwerbstätige in der DACH-Region sowie 200 Personalentscheider:innen aus Unternehmen mit deutschem Firmensitz. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass die Pandemie die Herausforderungen bei der Personalsuche weiter verschärft habe. Zugleich konnte jedes fünfte Unternehmen während der Corona-Zeit eine steigende Fluktuation feststellen.

Ein Grund hierfür sei die Zeitenwende auf dem Arbeitsmarkt, so Frank Hassler, New Work-Vorstand und verantwortlich für die Geschäftsfelder Recruiting und Employer Branding. "Unternehmen müssen sich heute bei Talenten bewerben, nicht umgekehrt. Diese Machtverschiebung wird den Arbeitsmarkt nachhaltig verändern", sagt Hassler.

Laut Studie schätzen Unternehmen die Gründe für den Arbeitgeberwechsel grundsätzlich anders ein als die Beschäftigten. Während aus Sicht der befragten HR-Verantwortlichen Punkte wie das Gehalt (75 Prozent) oder die starke Konkurrenz anderer Arbeitgeber (72 Prozent) als ausschlaggebend gelten, wünschen sich Beschäftigte laut Studie in erster Linie eine kompetentere Führung, eine bessere Work-Life-Balance oder eine spannendere Tätigkeit.

Zugleich ist laut Unternehmen die Erwartungshaltung von Jobsuchenden gestiegen. Für Unternehmen, die diese Bedürfnisse erkennen und entsprechend darauf reagieren, seien die Chancen groß, den Wettbewerb um Talente auf dem Arbeitsmarkt für sich zu entscheiden, so Hassler. Gefragt sind unter anderem intelligente Methoden und Lösungen, durch die die unterschiedliche Bedürfnisse der Beschäftigten erfasst und automatisch mit dem Anforderungsprofil abgeglichen werden. Unternehmen müssen jedoch darüber hinaus aktiv werden, betont Hassler: "Unternehmen müssen ihr Recruiting modernisieren. Es geht nicht mehr nur um den Einsatz von Tools, sondern auch um eine stärkere Ausrichtung auf die individuellen Wünsche der Talente." jh
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