New Work

Fortbildung für die Manager des Wandels

Lorenz Illing und Frederic M. Fuchs (l.) haben die TAM Akademie 2016 übernommen und neu aufgesetzt
© TAM Akademie
Lorenz Illing und Frederic M. Fuchs (l.) haben die TAM Akademie 2016 übernommen und neu aufgesetzt
Ein Kurs der TAM soll Unternehmen helfen, die Digitalisierung intern zu organisieren: Mit acht Unterrichtstagen innerhalb von vier Monaten bildet die Akademie berufsbegleitend „New Work Facilitator“ aus.

Welches Unternehmen überlegt heute nicht, was Trends wie agiles Arbeiten, Digitale Leadership und New Work überhaupt und speziell für die eigene Führungsmannschaft und die Mitarbeiter bedeuten? Ist geklärt, dass sich die Firma auf das eine oder andere einlassen und etwas umgestalten will, muss die nächste Frage beantwortet werden: Wie geht man den Wandel an? Eine Antwort und Unterstützung bei der Umsetzung soll eine Fortbildung zum „New Work Facilitator“ bieten, die die Berliner TAM Akademie ab Mai 2019 dreimal jährlich anbietet.



In dem berufsbegleitenden Kurs, der acht Unterrichtstage auf vier Monate verteilt, sollen Personal- und Organisationsentwickler sowie Human-Resources-Verantwortliche lernen, dass „New Work nicht beim Obstkorb und dem Kicker aufhört, sondern auf einer Metaebene ein modernes Verständnis von Arbeit und Kultur sowie die entsprechenden Maßnahmen erfordert“, sagt Lorenz Illing, Managing Partner der TAM.

„New Work ist ein Hype-Thema, zu dem jeden Tag unglaublich viele Informationen unterwegs sind. Aber dadurch wird das Bild nicht klarer.“
Frederic M. Fuchs
Dieses Verständnis zu erlangen, dazu dienen Themen wie Future of Work, Unternehmenstransformation, New Culture Design, Leadership, agile Arbeitsmethoden und Intrapreneurship. Hinter den für das Hype-Thema typischen Buzzwords verbirgt sich Detailwissen beispielsweise zu Arbeitsmethoden wie Scrum, zu den Anforderungen an Führungskräfte, die nicht mehr in starren, hierarchischen Strukturen führen sollen, dazu, was Resilienz, also die Fähigkeit, Herausforderungen ohne anhaltende Beeinträchtigungen zu bewältigen, bedeutet, sowie zur Gestaltung der Unternehmenskultur in einem Unternehmen, das sich digital transformiert. „New Work ist ein Hype-Thema, zu dem jeden Tag unglaublich viele Informationen unterwegs sind. Aber dadurch wird das Bild nicht klarer. In diese Lücke springt die TAM mit der neuen Fortbildung“, sagt Managing Partner Frederic M. Fuchs.


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Ein Follow-up zu dem Kurs planen Illing und Fuchs, von dessen Vater die beiden die TAM, die älteste Trainerakademie Deutschlands, 2016 übernommen haben, derzeit nicht. „Wir wollen kein Upselling-Produkt aufbauen. Unser Ziel ist, mit den Unternehmen einen Kompetenzinhaber auszubilden, der es besser macht, mit den neuen Gegebenheiten der digitalisierten Arbeitswelt umzugehen“, sagt Fuchs. Mit Altruismus hat diese Aussage nichts zu tun, vielmehr mit einer gesunden Einschätzung des eigenen Könnens der noch jungen Neugründung. „Wir sind gut in Themen wie New Culture Design, Soft Skills und agilen Arbeitsmethoden. Für Bereiche wie Prozessoptimierung oder Technologie-Upgrades gibt es andere Beratungsfirmen“, sagt Illing.

Ganz im Sinne der digitalisierten Welt prüfen die beiden Gründer nach Ablauf ihrer Programme, was funktioniert hat, und versuchen direkt zu optimieren, was nicht gut gelaufen ist. Wo sie beim New Work Facilitator feilen müssen, wissen sie spätestens nach der Runde eins im Herbst.ems

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