Nach Bundestagswahl

Das gibt die Werbewirtschaft der kommenden Bundesregierung mit auf den Weg

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ZAW-Präsident Andreas F. Schubert
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ZAW-Präsident Andreas F. Schubert
Deutschland hat gewählt - nun folgen mitunter langwierige Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen. Doch egal, welche Parteien am Ende eine Regierungskoalition miteinander bilden werden: Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat schon jetzt eine klare Botschaft an sie.

Die Ziele der neuen Regierung - egal, wie diese aussehen möge - sollten eine starke Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze und gesellschaftlicher Zusammenhalt sein, teilt der ZAW in einem Statement mit. Immerhin seien es die Unternehmen, die die im Wahlkampf angemahnten und herausgestellten Transformationsprozesse - von der Digitalisierung bis zur Nachhaltigkeit - tragen und umsetzen müssen. Die vom ZAW vertretenen Werbungtreibenden, Medien, Agenturen und  Marktforscher bräuchten hierfür "mehr denn je" positive werbewirtschaftliche Rahmenbedingungen.


Werbeverbote, wie sie zuletzt von NGOs und Parteien wie den Grünen etwa im Bereich der an Kinder gerichtenen Lebensmittelwerbung gefordert wurden, erteilt man beim ZAW dagegen erneut eine klare Absage: "Treiber von Innovationen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind in einer Marktwirtschaft nicht Verbote, sondern erfolgreiche Unternehmen", sagt ZAW-Präsident Andreas F. Schubert. "Werbung finanziert zudem Medien und ist Garant für Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus. Diesen Public Value müssen wir erhalten und stärken."
„Treiber von Innovationen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind in einer Marktwirtschaft nicht Verbote, sondern erfolgreiche Unternehmen.“
Andreas F. Schubert, ZAW
Der ZAW hatte in der Corona-Krise den Wert der Arbeit, den die Werbebranche in ihrer Gesamtheit leistet, stets öffentlich betont und als bewahrenswert angemahnt. Bereits im Mai hatte Hauptgeschäftsführer Bernd Nauen gegenüber HORIZONT mit Blick auf die Bundestagswahl gesagt, man erwarte von allen Parteien, "dass sie Farbe bekennen – und die Werbewirtschaft ihrer Bedeutung entsprechend behandeln."

Zu einem früheren Zeitpunkt hatten Nauen und Schubert zudem erklärt, dass man bereit sei, mit jedweder Regierungskoalition vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten zu wollen - allerdings müssten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: "Wir reichen allen die Hand, die ein evidenzbasiertes Verständnis von der Bedeutung und den Herausforderungen der Werbewirtschaft haben", so Nauen seinerzeit. ire

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