Mühsamer Marathon

Wieso Sichtbarkeit das entscheidende Schlagwort in Sachen Gender Equality ist

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Sichtbarkeit ist das neue Schlagwort in Sachen Gender Equality – und meint sehr viel mehr als Personal Branding
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Sichtbarkeit ist das neue Schlagwort in Sachen Gender Equality – und meint sehr viel mehr als Personal Branding
Die Commerzbank macht 2020 mit dem "Pferdeschwänze"-Spot die Fußballerinnen der deutschen Nationalmannschaft medienstark und provokant sichtbar – und gewinnt damit auch gleich noch den Effie Grand Prix. Der Stern titelt Ende 2020: "Ich bin eine Quotenfrau" und macht in einer einzigen Ausgabe 40 erfolgreiche Frauen aus Politik und Wirtschaft medienwirksam sichtbar. Doch so viel aufmerksamkeitsstarkes Tamtam ist noch immer selten. Im richtigen Leben ist die Steigerung der Sichtbarkeit von Frauen ein eher mühsamer Marathon – und geht vielen mit Blick auf Gleichberechtigung nicht schnell genug.
Nicole Voigt, Partnerin Boston Consulting Group und Mitautorin des German Diversity Index, sagt: "Wenn die aktuelle Entwicklung im gleichen Tempo weitergeht, erreichen wir Geschlechterparität in deutschen Vorständen erst 2053. Ich bin dann schon im Ruhestand und die Welt hoffentlich CO2-neutral."

Glaubt man Tijen Onaran, geht es bei Sichtbarkeit zunächst einmal um Personal Branding. Im August 2020 veröffentlichte sie ein Buch mit dem Titel "Nur wer sichtbar ist, findet auch statt". Aus philosophischer Perspektive sollte man sich diesen Satz zwar nicht allzu lange auf der Zunge zergehen lassen, doch wir ahnen, was gemeint ist.

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