Mobile World Congress 2021

Nach Ericsson und Nokia jetzt auch Absage von Google

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Orange-Chairman Stéphane Richard hofft, die Branche auf der hybrid geplanten Messe zu treffen, doch Google wird nicht nach Barcelona kommen
© MWC/Screenshot
Orange-Chairman Stéphane Richard hofft, die Branche auf der hybrid geplanten Messe zu treffen, doch Google wird nicht nach Barcelona kommen
Google ist der nächste wichtige Aussteller, der auf eine Teilnahme an der für Ende Juni angesetzten Mobilfunk-Messe Mobile World Congress verzichtet. Zuvor hatten bereits unter anderem die Netzwerk-Ausrüster Ericsson und Nokia mitgeteilt, dass sie dem weltgrößten Branchentreff in Barcelona in diesem Jahr fernbleiben werden.


Die Mobilfunkanbieter-Vereinigung GSMA als Veranstalter hält bisher an dem Plan fest, in Barcelona 45 000 bis 50 000 Teilnehmer zusammenzubringen. Damit wäre der Mobile World Congress die erste internationale Großveranstaltung seit Beginn der Pandemie. Im vergangenen Februar war der MWC unter den ersten Events, die wegen Corona-Risiken abgesagt wurden.

Zu dem Sicherheitskonzept der GSMA für die Messe in Barcelona gehören Schnelltest-Stationen, zusätzliche Ein- und Ausgänge in den Messehallen, verbesserte Lüftungsanlagen und eine Maskenpflicht. Die Teilnehmer sollen auch eine App herunterladen, die zur Kontaktnachverfolgung verwendet werden kann.

Bei Google sollen unterdessen in den nächsten Wochen wieder die ersten Mitarbeiter in die Büros zurückkehren können, wie das Portal Axios unter Berufung auf eine E-Mail an die Beschäftigten berichtete. Dies werde aber zunächst freiwillig sein. Zuvor hatte bereits Facebook angekündigt, dass Anfang Mai rund ein Zehntel der Mitarbeiter ins Hauptquartier im Silicon Valley zurückkehren könnte. Die Entscheidung, nicht am Mobile World Congress teilzunehmen, sei angesichts der internen Corona-Reisebeschränkungen getroffen worden, sagte ein Sprecher des Internet-Konzerns am Mittwoch Axios.

Die Tech-Unternehmen waren unter den ersten, die vor einem Jahr ihre Büros dichtgemacht hatten. Sie gehen davon aus, dass in Zukunft viel mehr ihrer Beschäftigten als bisher von zuhause aus arbeiten werden. In einigen Firmen wie Twitter ist die Anwesenheit im Büro ganz freiwillig.
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