"Mit uns fährst Du besser"

Burger King wirbt mit echten Autounfällen und dem AvD für seinen Lieferservice

Für seine Kampagne nutzt Burger King Bilder von realen Unfällen
© Burger King
Für seine Kampagne nutzt Burger King Bilder von realen Unfällen
Dass Drive-Trough und Drive-In nicht dasselbe sind, zeigt Burger King in seiner jüngsten taktischen Kampagne, die mit Bildern echter Verkehrsunfälle arbeitet. Unter dem Motto "Mit uns fährst Du besser" soll die von Lola Mullen Lowe für Burger King Global kreierte Kampagne für die Nutzung des hauseigenen Lieferservices werben. Deutschland springt auf die globale Kampagne auf und schaltet eine Anzeige in der Welt.

Die Motive zeigen Fotos von realen Unfällen vor Burger King Restaurants in Massachusetts, Alabama, Texas, Illinois und der Türkei. Bei allen Unfällen kam glücklicherweise niemand ernsthaft zu Schaden – dafür ging allerdings die eine oder andere Scheibe zu Bruch.

Für seine Kampagne nutzt Burger King Bilder von realen Unfällen
© Burger King
Für seine Kampagne nutzt Burger King Bilder von realen Unfällen
Die aussagekräftigen Motive mit der einfachen Aufforderung "Mit uns fährst du besser" erzeugen dabei einen unmittelbaren Aha-Moment und werden dafür sorgen, dass Autofahrer zwei Mal darüber nachdenken, ob sie sich mit Heißhunger auf einen Burger wirklich ins Auto setzen oder doch lieber schnell den Lieferservice anrufen.


Unfälle in Schaufenstern und Gebäudefassaden sind nämlich üblicher als man denkt: Sucht man im Internet nach "Burger King Autounfall", finden sich allein für den deutschsprachigen Raum gut 36.000 Treffer. „Mit der Kampagne wollen wir auf ein Problem aufmerksam machen, das für einige unserer Restaurants bereits unschöne Wirklichkeit geworden ist. Mit unserem eigenen Lieferservice müssen sich Gäste mit und ohne Führerschein keinen fahrtechnischen Herausforderungen stellen“, sagt Klaus Schmäing, Director Marketing Burger King  Deutschland.
„Mit unserem eigenen Lieferservice müssen sich Gäste mit und ohne Führerschein keinen fahrtechnischen Herausforderungen stellen.“
Klaus Schmäing
Denn zu den häufigsten Unfallursachen in Deutschland gehörten auch Ablenkung und mangelnde Konzentration, was durch Hunger und Durst ausgelöst werden kann. Ein Zustand, in dem sich viele Konsumenten befinden dürften, wenn sie zu Burger King fahren.

Obwohl sich Burger King für das Thema sogar PR-Unterstützung des Verkehrsclub AvD geholt hat, will das Unternehmen seine Kampagne mit einem Augenzwinkern verstanden wissen. Man freue sich auch in Zukunft über alle Gäste, die eines der mehr als 700 Restaurants in Deutschland direkt besuchen wollten. Die Kampagne zeigt allerdings anschaulich, dass der App-basierte Lieferdienst sich für Burger King Deutschland zu einem wichtigen Wachstumsfeld entwickelt hat, wo die Konkurrenz mit Rivalen McDonald’s besonder intensiv ist. McDonald’s bewirbt seine eigene App derzeit mit einem Coupon-Marathon.


Neben der Anzeige in der Welt, die primär als Aufhänger für PR-Maßnahmen dienen dürfte, wirbt Burger King mit dem Thema auf Facebook. In München wurden zudem noch Infoscreens gebucht. Für die Lokalisierung im deutschen Markt arbeitete Burger King mit folgenden Agenturen zusammen: Vizeum Deutschland (Media), Setup (Online & Social Media) und Emanate (PR). cam

stats