Martell Beck packt an

Die neue Kommunikationsstrategie von DB Cargo

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Der "Cargo Montag" ist Martell Becks erste große Kampagne für DB Cargo, die Kreation stammt von Ogilvy
© DB Cargo
Der "Cargo Montag" ist Martell Becks erste große Kampagne für DB Cargo, die Kreation stammt von Ogilvy
Grün ist am Zug: Die Kommunikation von DB Cargo dreht sich spürbar in Richtung Endverbraucher und Nachhaltigkeit. Verantwortlich dafür ist Martell Beck. Der neue Marketingchef des Unternehmens kann dabei aber auch auf den Bereich Personenverkehr der Deutschen Bahn zählen.
Ende März blickte die ganze Welt auf den Suez-Kanal. Dort war das Containerschiff "Ever Given" stecken geblieben und blockierte damit eine der wichtigsten Handelsstraßen der Welt. DB Cargo nutzte die Havarie seinerzeit für einen Gag in eigener Sache: "Wenn man ganz nah ranzoomt, kommen geheime Wahrheiten ans Licht", hieß es auf dem Twitter-Account des Unternehmens, dazu gab es ein Bild des auf Grund gelaufenen Frachters und einen vermeintlichen Ausschnitt des gleichen Bildes. Dort war zu lesen: "Güter gehören auf die Schiene".


Ein solcher Auftritt wäre vor einigen Jahren bei DB Cargo noch undenkbar gewesen. Gleiches gilt für die Kampagne, die im April mit ein paar grünen Containern in deutschen Großstädten startete und zu Beginn der vergangenen Woche mit einem als Mini-Spielshow aufgemachten 50-Sekünder direkt vor der Tagesschau fortgeführt wurde. Bei der von Ogilvy kreierten Kampagne sollten die Zuschauer auf einem durchs Bild fahrenden Güterzug so viele Marken wie möglich erkennen, um die Chance auf zahlreiche Sachpreise zu bekommen. Vorher müssen sie jedoch eine Website aufrufen, auf der DB Cargo nicht nur das Gewinnspiel hostet, sondern auch auf die Mission des Unternehmens hinweist. Diese lautet: Klimaschutz.
Klimaschutz als Hebel für eine Stärkung der eigenen Position zu nutzen, dürfte dennoch eine vielversprechende Strategie sein. Denn trotz der alles überstrahlenden Corona-Pandemie sind die Themen Klima und Umwelt nach wie vor im Fokus der Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Politik. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das der Bundesregierung eine zu wenig zukunftsgerichtete Klimapolitik attestierte, wurde entsprechend breit diskutiert. Den Schienengüterverkehr zu fördern, ist vor diesem Hintergrund für die Politik ein strategisch wichtiges Projekt.
„Erst wenn den Menschen klar ist, dass sie mit der Kaufentscheidung für klimafreundlich transportierte Produkte einen Beitrag

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