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P&G-DACH-Marketingchefin Kristina Bulle ist HORIZONT-Marketingfrau des Jahres
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+Marketing-Frau des Jahres Kristina Bulle (P&G)

"Wir wollen eine Kraft des Guten und des Wachstums sein"

P&G-DACH-Marketingchefin Kristina Bulle ist HORIZONT-Marketingfrau des Jahres
Der Applaus der Award-Gäste war ihr gewiss: Kristina Bulle ist die Marketingfrau des Jahres und damit ist sie die 39. Gewinnerin des HORIZONT Awards in dieser Kategorie. Die CMO von Procter & Gamble DACH erhielt die Auszeichnung für ihre überzeugende Umsetzung der Haltungsmarketingkampagne "Gemeinsam stärker".
von Santiago Campillo-Lundbeck Sonntag, 03. Juli 2022
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Als sie die Nachricht erhielt, dass sie als Marketingfrau des Jahres ausgezeichnet würde, stand sie gerade mit der Mistgabel in der Box von Familienpony Anton und war am Ausmisten. Aber für Bulle ist der Balanceakt zwischen Privatleben und überraschenden beruflichen Herausfroderungen nicht neu. Im Interview mit HORIZONT verrät sie, was ihr der Preis bedeutet, wie sie ihr Marketingteam bei Procter & Gamble führt und welche großen Herausforderungen es im Werbemarkt zu lösen gibt.

Frau Bulle. Es ist erst wenige Monate her, dass Sie in unserem Podcast HORIZONT Lovebrands erklärt haben, dass Ihnen Preise nicht soviel bedeuten. Wie denken Sie denn heute darüber?
(Lacht) Ich habe Ihnen ja damals schon gesagt, dass ich mich nicht über Preise definiere. Und daran hat sich nichts geändert. Denn es stehen so viele Menschen hinter mir, die mich überhaupt dazu befähigen, die Dinge zu tun, für die ich hier ausgezeichnet werde. Ich bin dann am Ende nur diejenige, die die Botschaften von Procter & Gamble nach außen trägt. Für mich ist der Preis deshalb vor allem ein Beleg dafür, dass die von uns geleistete Arbeit anerkannt wird, und nicht einfach nur eine Aussage über meine Person. Und über diese Wertschätzung für unsere Teamarbeit kann ich mich sehr freuen. Erfolge bei P&G sind immer Teamerfolge.

Ganz losgelöst ist die Auszeichnung von Ihrer Person natürlich nicht. Denn als Frau sind Sie immer noch eine Ausnahme im deutschen Top-Management und stehen damit auch ein bisschen mehr „unter Beobachtung“. Spüren Sie einen höheren Erwartungsdruck, besonders für mehr Inklusion und Diversität beitragen zu müssen?
Es ist eigentlich schade, dass ich eine Ausnahme bin. Denn die Qualität eines CMOs hat ja nichts mit dem Geschlecht zu tun. Zu Ihrer Frage: Bei Procter & Gamble ist Diversität und Gleichstellung seit Jahren gelebte Realität. Wenn ich mir unsere Führungsmannschaft anschaue, dann sind wir mittlerweile bei einer Geschlechterverteilung von 50/50.

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