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Die M Maternity Collection soll auf die Bedürfnisse von Schwangeren mit Bewegungswunsch abgestimmt sein
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M-Powerment

Warum Nike eine Kollektion für Schwangere launcht

Die M Maternity Collection soll auf die Bedürfnisse von Schwangeren mit Bewegungswunsch abgestimmt sein
Nike hat es sich in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht, Frauen und die Leistungen weiblicher Athleten in der Kommunikation stärker in den Vordergrund zu stellen. "Female Empowerment" lautet der englische Fachbegriff für diese Bewegung, der sich weltweit immer mehr Unternehmen auf die eine oder andere Art verschreiben. Nike fügt seinen Bemühungen zur Förderung von Frauen nun ein weiteres Kapitel hinzu: Heute launcht das Unternehmen in Amerika, Europa und Afrika eine eigene Kollektion für Schwangere.
von Ingo Rentz Donnerstag, 17. September 2020
Die Nike M Maternity Collection, bestehend aus Pullover, BH, Tank Top und Tight, soll Frauen in allen Phasen der Schwangerschaft und darüber hinaus dabei helfen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten sportlich aktiv zu bleiben. Unternehmensangaben zufolge wurden für die Entwicklung mehr als 150.000 Scans von schwangeren und nicht-schwangeren Frauen verglichen und kombiniert, um die optimale Passform zu ermitteln. Während des dreijährigen Prozesses arbeitete Nike mit fast 30 Sportlerinnen zusammen, die schwanger waren oder ihr Kind gerade geboren hatten.

Nike: Ein Blick auf die M Maternity Collection


Bislang gibt es keine Werbekampagne für die M-Kollektion. Auf seiner Website hat Nike jedoch prominente Athletinnen wie US-Fußballerin Alex Morgan und die Profigolferin Michelle Wie West als Fürsprecherinnen präsentiert – beide sind vor kurzem Mutter geworden.


Für Sportmarketing-Experten kommt der Schritt von Nike nicht überraschend. Bereits 2019 hat Nike mit Tennis-Profi Serena Williams das Thema Schwangerschaft und Karriere gespielt, erinnert Yoo-Jin Shin, Client Service Director Europe bei der Sponsoring-Agentur Octagon. Damals sei das Thema in eine Geschichte rund um Gender Equality, Vorurteile und dem Aufräumen damit eingebunden gewesen. "Aber dennoch eine klares Zeichen, dass der eigene Nachwuchs kein Hindernis ist. Sondern viel mehr sein kann", so Shin. "Daher ist es authentisch und konsequent, unterstützt von Nikes eigener wichtiger Datenanalyse, diese Kollektion auf den Markt zu bringen." Zudem erschließt Nike damit eine Zielgruppe, die großen Wert auf Gesundheit legt. Immerhin gilt Bewegung in jeder Lebenslage als wohltuend. Zudem kann moderates Training das Risiko bestimmter Schwangerschaftsbeschwerden senken. Nike folge damit dem eigenen Anspruch sowie der Produkt-Strategie, "möglichst allen weiblichen, gesellschaftlichen und vor allem menschlichen Bedürfnissen" gerecht zu werden, so Sportmarketing-Expertin Shin. Genauso sei Nike auch bei dem Badeanzug-Modell Victory sowie dem Sport-Hijab vorgangen.

Doch noch ein weiteres Thema dürfte für Nike eine Rolle spielen. In den vergangenen Jahren haben mehrere ehemalige Nike-Athletinnen dem Unternehmen vorgeworfen, sie während der Schwangerschaft nicht ausreichend unterstützt oder sogar schlecht behandelt zu haben. 2019 berichtete die New York Times unter Berufung auf mehrere Kronzeuginnen, dass die vertraglich festgelegten Bezüge der Sportlerinnen in der Schwangerschaft gekürzt worden waren. Besonders der Fall der Sprinterin Allyson Felix sorgte für Aufsehen. Die sechsmalige Olympiasiegerin und elffache Weltmeisterin soll eigenen Angaben zufolge von Nike 70 Prozent weniger Geld angeboten bekommen haben, nachdem sie Mutter geworden war. Nike räumte die Anschuldigungen ein und gelobte Besserung: In den acht Monaten vor Geburtstermin und den zehn Monaten danach dürfen die Bezüge der Athletinnen nicht mehr angetastet werden. ire
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