LinkedIn Arbeitgeber-Ranking

Für diese 10 deutschen Start-ups interessieren sich Top-Talente am meisten

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Die Lilium-Gründer Sebastian Born, Patrick Nathen, Daniel Wiegand und Matthias Meiner vor dem Lilium-Jet
© Lilium
Die Lilium-Gründer Sebastian Born, Patrick Nathen, Daniel Wiegand und Matthias Meiner vor dem Lilium-Jet
Zum dritten Mal hat LinkedIn die Liste der deutschen Start-ups veröffentlicht, die sich als beliebteste Arbeitgeber hervortun konnten. Auf dem ersten Platz steht diesmal mit dem Flugtaxi-Startup Lilium ein bayrisches Unternehmen mit großen Mobilitätsvisionen, das im vergangenen Jahr schon auf Platz zwei rangierte. Mehrere der weiteren im Ranking vertretenen Newcomer haben ihre Geschäftsmodelle rund um IT-, Technik-, und Software-Angebote aufgebaut.
Die Direktbank N26, die im Vorjahr den ersten Platz belegte, hat nun mit Lilium die Positionen getauscht und steht auf Platz zwei. Personio, ein Softwareanbieter für HR Management und Recruiting, kann sich von Platz fünf (2019) auf Rang drei verbessern. YFood Labs ist das einzige Start-up aus der Lebensmittelbranche, das es in das Ranking geschafft hat. Auf Platz 10 steigt mit Moonfare ein Berliner Fintech-Unternehmen ein, das sich auf Private-Equity-Fonds spezialisiert hat. Insgesamt finden sich fünf Namen in der Liste, die gegenüber 2019 neu sind.


Die Top 10 wurden basierend auf dem Verhalten von mehr als 706 Millionen LinkedIn-Mitgliedern ermittelt. Dabei waren vier Faktoren von Bedeutung: Beschäftigungswachstum, Interaktion, Interesse an Jobangeboten und die Anziehungskraft für Top-Kandidaten. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Unternehmen unabhängig und in privater Hand sind, mindestens 50 Mitarbeiter*innen beschäftigen, maximal sieben Jahre bestehen und ihren Hauptsitz in dem Land haben, auf dessen Liste sie erscheinen.

"Unsere Auswertung ermöglicht einen Blick auf die Start-up-Landschaft, der über die nackten Geschäftszahlen hinausgeht. Wir können die Start-ups identifizieren, für die sich Kandidaten im Besonderen interessieren. Bekanntheit und ein guter Ruf bei potentiellen Bewerbern stellen heute ein enormes Kapital dar, das man nicht unterschätzen sollte", sagt Sara Weber, Redaktionsleiterin DACH und Benelux bei LinkedIn.

Die Top-10-Startups in Deutschland

PlatzUnternehmenVorjahr
1Lilium2
2N26 Group1
3Personio5
4YFood Labs
5Contentful7
6Forto
7sennder
8Grover10
9CoachHub
10Moonfare
Quelle: LinkedIn


"Lange Zeit dachte man zunächst an Berlin, wenn man 'Deutschland' und 'Start-up' hörte. Doch in diesem Jahr übernehmen drei Start-ups aus Bayern die Führung. Lilium, Personio und YFood Labs, die auf den ersten Plätzen unserer Liste zu finden sind, stammen aus dem Freistaat. Talente auf der Suche nach spannenden Herausforderungen bei innovativen Arbeitgebern müssen sich also nicht unbedingt in Richtung Berlin orientieren. Jobsuchende, die sich beruflich im Start-up-Umfeld (weiter-)entwickeln wollen, finden auf LinkedIn interessante Angebote aus allen Bundesländern", sagt Sara Weber. LinkedIn hat eigenen Angaben zufolge über 15 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum.
Zur Methodik
Das von LinkedIn erstellte Ranking zieht vier Faktoren in Betracht: Beschäftigungswachstum, Interaktion, Interesse an Jobangeboten und die Anziehungskraft für Top-Kandidat*innen. Das Beschäftigungswachstum wird gemessen als Personalzuwachs im Erhebungszeitraum in Prozent und muss mindestens 15 Prozent betragen. Für den Faktor Interaktion wird ermittelt, wie viele Nicht-Mitarbeiter*innen die LinkedIn Unternehmensseite ansehen und dieser folgen und wie viele Nicht-Mitarbeiter*innen die Profile von Mitarbeiter*innen des betreffenden Startups ansehen.
Für das Interesse an Jobangeboten werden die Aufrufe von Stellenanzeigen (sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Anzeigen) und die Bewerbungen um Stellenangebote des Unternehmens gezählt. Für die Gewinnung von Top-Kandidat*innen wird gemessen, wie viele Beschäftigte das Startup von Unternehmen auf der Liste der LinkedIn Top Companies gewonnen und eingestellt hat. Diese Zahl wird als Prozentwert der gesamten Belegschaft des Startups angegeben. Die Daten werden übergreifend über alle teilnahmeberechtigten Startups normalisiert. Die Daten für diese Erhebung wurden zwischen 1. Januar 2020 und 31. Juli 2020 erfasst. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Unternehmen unabhängig und in privater Hand sind, mindestens 50 Mitarbeiter*innen beschäftigen, maximal sieben Jahre bestehen und ihren Hauptsitz in dem Land haben, auf dessen Liste sie erscheinen. Ausgeschlossen sind Personalagenturen, Think Tanks, gemeinnützige Organisationen, Business Accelerator und Behörden.
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