Limited Edition

So ehrt True Fruits Eltern für ihren Einsatz im Homeschooling

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"I survived Homeschooling" - so der vielsagende Name der neuesten True Fruits Edition
© True Fruits
"I survived Homeschooling" - so der vielsagende Name der neuesten True Fruits Edition
Mütter, Väter und Erziehungsberechtigte im Allgemeinen waren während der Lockdown-Monate ohne Zweifel in extremer Weise gefordert. Der Spagat zwischen Heimunterricht mit technischen Tücken, Haushaltspflichten und eigenem Job brachte viele Eltern an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, ließ sie aber oft auch über sich selbst hinauswachsen. Um ihren enormen Einsatz in Sachen Homeschooling zu würdigen, hat True Fruits jetzt eine limitierte Smoothie-Sorte auf den Markt gebracht, auf deren Etikett in launiger Tonalität die besonderen Leistungen der unfreiwilligen Privatlehrer aufgeführt sind.
Der Name der Limited Edition "I survived Homeschooling" spricht für sich. Denn die oftmals mangelhafte Organisation des Heimunterrichts von Seiten der Schulen in Kombination mit den vielen Freizeiteinschränkungen durch die Corona-Auflagen ließ die angemessene Betreuung der eigenen Zöglinge für viele Eltern zur Zerreißprobe werden. Angesichts des dynamischen Pandamie-Geschehens ist die Sorge vor einer Rückkehr zum Homeschooling weiterhin groß.

True Fruits - sonst oft bekannt für bissige und provokante Kommunikationsmaßnahmen - schlägt im Falle der gebeutelten Eltern eher sanfte Töne an, wobei sich die Botschaft als solche natürlich als Kritik an Politik und Bildungswesen lesen lässt. Doch die neue Homeschooling-Edition stellt die Ehrung der Eltern in den Vordergrund und soll vor allem auf Instagram, Facebook und TikTok beworben werden, teilweise auch durch Influencer, die ein Glückwunsch-Paket des Smoothie-Herstellers erhalten.
"I survived Homeschooling" - so der vielsagende Name der neuesten True Fruits Edition
© True Fruits
"I survived Homeschooling" - so der vielsagende Name der neuesten True Fruits Edition
Auf dem Etikett der Limited Edition sind Leistungen wie "Kritische Selbsterkenntnis" zur eigenen Mutter-/Vaterrolle, der "Grundkurs Improvisationstheater" bezogen auf Entgleisungen im Zoom-Meeting oder auch "Lebertraining extrem" - Alkohol trinken vor 12 Uhr, um den Tag zu überstehen - aufgeführt. Das Ganze kommt im Stil eines Zertifikats daher, was humorvoll unterstreicht, wie absurd aber auch beachtlich die vielfältigen Funktionen waren, die Eltern beim Homeschooling erfüllen mussten. hmb Nachfolgend der gesamte Text des Flaschenetiketts:   

Glückwunsch! In den letzten Monaten haben Sie sich erfolgreich fürs berufsbegleitende Homeschooling zertifiziert. Folgende Leistungen haben Sie mit Bravour erbracht:
• Truppenverpflegung: Zubereitung von mind. 3 warmen Mahlzeiten und diversen Snacks, um das hungrige Rudel in Schach zu halten
• Terminkoordination aller Zoom-, Teams-, Adobe-, Jitsi-Meetings der Kinder mit den eigenen
• … und Ruhe bewahren, wenn ein Termin des Kindes spontan verschoben wird
• Buchinterpretationen korrigieren und bewerten, ohne die Bücher selbst gelesen zu haben
• Physiotherapeutische Selbstheilung: tagsüber größtenteils über Kinderhefte gebeugt zu stehen, ohne einen Bandscheibenvorfall zu bekommen
• Resilienztraining durch gutgemeinte Zeitvertreibungsvorschläge (z. B. Basteln, Backen und Buchweizensammeln) von Nachbarn, Erziehern und fremden Passanten beim Einkaufen
• Operationen an den eigenen Kindern ruhig und gelassen durchzuführen, z. B. Radierer-aus-Nase, Stift-aus-Auge, Popel-aus-Tastatur
• Lektion in Demut, dass das Kind wirklich nicht so schlau ist, wie man dachte, und der Lehrer nicht so unfähig wie angenommen
• Kritische Selbsterkenntnis: Man ist doch die Art von Mutter oder Vater geworden, die/der man nie sein wollte
• Breakdance-Crashkurs: das Abputzen des Hinterns des Kindes so zu handhaben, dass es während des Calls keinem auffällt
• Finden von selbstlosen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die Kinder am Morgen (mhh, lecker, frische Brötchen!)
• Grundkurs Improvisationstheater: Bekanntheit in der Klasse des Kindes durch filmreifen Ausraster über die neue Lehrermail, weil das Kind in der Zoom-Konferenz nicht auf stumm gestellt war
• Sich selbst vergeben, wenn man sich die Kinder manchmal wegwünscht
• Keine Scham mehr zu empfinden, weil die Kinder im Meeting auf dem Schoß sitzen
• Lebertraining extrem: Bereitschaft, auch vor 12 Uhr ein Glas Wein zu trinken – im Kaffeebecher, versteht sich
• IT-First-Level-Support für Fronter, Logineo und MS Teams
• FBI-Verhandlungstechniken: Erpressung und Bestechungsversuche – „nur noch diese eine Aufgabe, dann zocken“
• Kursbelegung in „Ethik des Absurden“: verständlich erklären: „Auch wenn etwas freiwillig ist, musst Du es machen.“
• Einfache Dominanz-Übung: kein Nachgeben (… beim ersten Mal), wenn das Kind fragt, ob es noch eine Folge Peppa Wutz, Miraculous und ein Video von diesem Let’s-Play-YouTuber gucken kann
• Meditationsgrundkurs, weil man seine Auszeiten mit den Kindern verbringt
• Durchhaltevermögen, krasser als das eines Navy-Seals-Anwärter im Boot-Camp. 
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