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So reagiert das Netz auf den absurden Streit mit dem "Held der Steine"

Der "Held der Steine" versteht die Welt nicht mehr
© Screenshot Youtube
Der "Held der Steine" versteht die Welt nicht mehr
In der Kommunikationsabteilung von Lego dürfte es aktuell heiß hergehen. Das Unternehmen ist einem Shitstorm im Netz ausgesetzt. Grund: Der dänische Spielwarenhersteller ließ dem Youtuber Thomas Panke, besser bekannt als "Held der Steine", wie berichtet ein Anwaltsschreiben zukommen. Es bestehe Verwechslungsgefahr zwischen dem Logo des Youtubers und der Firma Lego. Jetzt ist der Spielwarenhersteller heftigem Gegenwind in den sozialen Medien ausgesetzt.
Eigentlich ist Thomas Panke der perfekte Influencer für Lego. Er ist zum einen vom Fach, weil er in Frankfurt einen eigenen Laden für Klemmbausteine unter dem Namen "Held der Steine" betreibt. Zudem hat der 38-Jährige mehr als 160.000 Abonnenten auf seinem gleichnamigen Youtube-Kanal und testet in seinen Videos Lego-Steine. Der Youtuber setzt auf Unabhängigkeit und verzichtet auf Gratis-Zusendungen des Unternehmens. Stattdessen informiert er seine Zuschauer auch über Qualitätsmängel oder aus seiner Sicht zu hohe Preise. Damit erfüllt er eigentlich die besten Voraussetzungen für einen Influencer - schließlich betonen Experten immer wieder, wie wichtig Authentizität im Influencer Marketing ist.


Passend zu den Inhalten seines Kanals hat Pankes Youtube-Logo, das er auch als Marke in mehreren Klassen hat eintragen lassen, die Form eines Klemmbausteins. Doch nun fordert Lego den "Held der Steine" via Anwaltsschreiben auf, seine Wort-Bild-Marke zu löschen. Das Logo ähnele dem Unternehmenslogo zu sehr. Der Spielwaren-Riese befürchtet Verwechslungsgefahr zum Nachteil der Firma.


Am Sonntag, den 20. Januar 2019, veröffentlichte der Youtuber ein Video über den Fall, und zog seine Konsequenzen aus dem Brief. Er will zum Beispiel die Geschäftsbeziehungen mit Lego beenden und auch die Steine kleinerer Hersteller präsentieren. Außerdem hat er sein Logo bereits verändert. Seither hagelt es im Netz Kritik für Lego und deren Vorgehen gegen den Videoproduzenten.


Nicht nur in den Kommentaren unter dem Video des Youtubers, sondern auch auf Twitter und Facebook muss Lego einstecken. Insbesondere auf der eigenen Facebookseite bekommt der Spielzeughersteller Gegenwind zu spüren. Obwohl das Unternehmen in den Postings keineswegs auf den "Held der Steine"-Fall eingeht, sondern weitermacht, wie bisher, kommentieren die User ausschließlich zum Vorgehen gegen den Youtuber.

Sie haben beispielsweise bereits einige Memes erstellt, die das Anwaltsschreiben aufs Korn nehmen. Außerdem schreiben sogar mehrere Social-Media-Nutzer auf verschiedenen Plattformen, dass sie in Zukunft genau wie der "Held der Steine" Klemmbausteine anderer Hersteller kaufen wollen. Ob sich der Shitstorm tatsächlich in den Umsätzen widerspiegeln wird, oder das Unternehmen den Shitstorm einfach ohne wirkliche Konsequenzen aussitzen kann, bleibt abzuwarten. bre

So reagiert das Netz auf Legos Brief an "Held der Steine":


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