Lebensmittelwerbung

Verbraucherschützer kritisieren neue ZAW-Regeln

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Die neuen Verhaltensregeln sollen Kinder vor Werbung für Süßigkeiten und Junkfood schützen
© IMAGO / Science Photo Library
Die neuen Verhaltensregeln sollen Kinder vor Werbung für Süßigkeiten und Junkfood schützen
Zum Beginn der Woche hatte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft erweiterte Verhaltensregeln bei der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung angekündigt. Verbraucherschützern gehen diese aber nicht weit genug - im Gegensatz zur Bundesregierung.
Die erweiterte Selbstverpflichtung der Werbebranche bei der Lebensmittel-Werbung soll zum 1. Juni in Kraft treten. Sie sieht vor, dass "positive Ernährungseigenschaften von Lebensmitteln, deren übermäßige Aufnahme im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nicht empfohlen wird", gegenüber Kindern nicht mehr hervorgehoben werden dürfen. Als Kinder gelten dabei Personen unter 14 Jahren. In der bisherigen Selbstverpflichtung des ZAW lag die Altersgrenze bei 12 Jahren.

Damit setzt der ZAW die Forderungen des im vergangenen Herbst eingeführten Jugendschutz-Medienstaatsvertrags um. Darin heißt es wörtlich: "Die Anbieter treffen geeignete Maßnahmen, um die Einwirkung von im Umfeld von Kindersendungen verbreiteter Werbung für Lebensmittel, die Nährstoffe und Substanzen mit ernährungsbezogener oder physiologischer Wirkung enthalten, insbesondere Fett, Transfettsäuren, Salz, Natrium, Zucker, deren übermäßige Aufnahme im Rahmen der Gesamternährung nicht empfohlen wird, auf Kinder wirkungsvoll zu verringern."

Beim ZAW sieht man diese Forderung mit der aktualisierten Selbstverpflichtung sogar übererfüllt.

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