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Die BVG richtet sich in dem sarkastischen Post an Verschwörungstheoretiker
BVG
"Kommt mit uns in den Untergrund"

Mit diesem Post veralbert die BVG Verschwörungstheoretiker

Die BVG richtet sich in dem sarkastischen Post an Verschwörungstheoretiker
Verschwörungstheorien und ihre Verfechter sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden. Auch wenn die kruden Ansichten der Aluhutträger in vielen Fällen nicht wirklich zum Lachen sind, kann man ihnen doch oft nur mit Humor und Sarkasmus begegnen. Wie das geht, zeigen jetzt die Berliner Verkehrsbetriebe mit einem Posting in den sozialen Netzwerken.
von Tim Theobald Mittwoch, 13. Mai 2020
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Der Post, den die BVG auf Facebook, Instagram und Twitter geteilt hat, ist mit den Worten "Kommt mit uns in den Untergrund" überschreiben und bewirbt gewissermaßen den fiktiven Launch einer BVG-Präsenz auf Telegram - dem Messaging-Dienst und WhatsApp-Konkurrenten, auf dem sich Verschwörungstheoretiker in Zeiten der Corona-Pandemie besonders gerne tummeln. "Wir erschließen neue Zielgruppen" schreibt die BVG in dem Post und fordert die Nutzer ironisch auf: "Folgt uns auf Telegram."
Unter der Headline gibt das Unternehmen dann eine Vorschau darauf, wie es die Zielgruppe auf Telegram ansprechen würde: "Keine Sorge vor 5G, bei uns gibt's nicht mal 3G" heißt es da oder "Achtung vor den Kioskverkäufern am Bahnsteig! Die wollen euch Kartoffelchips implantieren." Schließlich hat die BVG auch noch einen ganz konkreten Hinweis für Xavier Naidoo parat. Überhaupt nehmen alle vermeintlich gut gemeinten Tipps ganz konkret Bezug auf die Äußerungen von "besorgten Bürgern" und Verschwörungstheoretikern, die in den vergangenen Tagen verstärkt durch die Medien geistern und auf Demonstrationen verbreitet werden.


Mit dem Posting ist es der BVG - wenig überraschend - mal wieder gelungen, in den sozialen Netzwerken zu polarisieren. Viele finden die ironische Attacke gelungen, andere wiederum halten die Verbreitung von Verschwörungstheorien für zu gefährlich, um darüber Witze zu machen. In jedem Fall hat der Post dem Unternehmen mal wieder eine große Reichweite beschert: In weniger als 24 Stunden wurde er auf Facebook, Instagram und Twitter zusammen genommen schon mehr als 16.000 Mal gelikt und hundertfach kommentiert. tt
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