"Kohle. Stahl. Konsole"

So wirbt der VfL Bochum für sein E-Sports-Team

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VfL-Gamer Daniel Fink ist einer der Protagonisten der Kampagne
© VfL Bochum
VfL-Gamer Daniel Fink ist einer der Protagonisten der Kampagne
Im Ruhrgebiet ist man stolz darauf, dass die dort ansässige Stahl- und Kohleindustrie einst das Herz der deutschen Wirtschaft war. Dennoch will man im Pott die Zukunft nicht aus den Augen lassen. Der Fußball-Zweitligist VfL Bochum will sein innovatives Denken nun mit einer neuen Kampagne verdeutlichen.
In dem Auftritt "Alte Sitten, neue Settings" stellt der Traditionsverein einige Spieler seiner E-Sports-Abteilung vor. Diese betreiben die Bochumer bereits seit September 2017. Damit wollte der Verein seinerzeit dem Wunsch von Sponsoren nachkommen, junge Zielgruppen besser zu erreichen. "Über unser Engagement im E-Sports können wir für diese Wünsche ganz neue Werbemöglichkeiten schaffen und anbieten", erklärte der Verein damals.


Anders als im Kerngeschäft, wo der VfL seit Jahren in der Zweitklassigkeit feststeckt, haben die Gamer des Clubs in jüngster Zeit einige Erfolge errungen. So gewann Michael "Megabit" Bittner im Trikot der Bochumer im vergangenen Jahr bei den "Global Series Play-Offs" in Amsterdam einen Startplatz für den "FIFA eWorld Cup" in London, wo er im Achtefinale ausschied. Inzwischen zockt Bittner im Trikot von Werder Bremen. In der offiziellen Klubweltmeisterschaft konnte sich der VfL als einziger deutscher Verein sowohl 2018 als auch 2019 für das Finalturnier qualifizieren. 

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In der Kampagne spielen aktuell beim VfL unter Vertrag stehende Profis wie Daniel Fink und Nachwuchsspieler wie Robert Köhn von der hauseigenen Nachwuchsschmiede "eTalentwerk" die Hauptrolle. Dazu arbeitet die Kampagne mit Headlines, mit denen sich das doch etwas E-Sports-kritische Umfeld des VfL Bochum identifizieren können soll. Die Motive erscheinen in sozialen Netzwerken und als Außenwerbung.

Kreiert wurde die Kampagne von Brandneo. Die Agentur mit Sitz in Bochum und Dortmund betreut die E-Sports-Kanäle des VfL Bochum auf Instagram und Facebook und berät den Verein bei der Außendarstellung seiner E-Sports-Abteilung. Für deren Leiter Michael Fischer ist Brandneo "der perfekte Partner" dafür.


"Die E-Sports-Welt spricht eine ganz eigene Sprache, der Ruhrpott aber auch", sagt Sebastian Galla, geschäftsführender Gesellschafter von Brandneo. "Wir wollen den Menschen verdeutlichen, dass wir die Wurzeln des Traditionsvereins mit all seinen Werten auch im E-Sports-Team des VfL Bochum 1848 verkörpern." ire
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