KDME vs. Koelnmesse

Dmexco-Streit außergerichtlich beigelegt

Christian Muche und Frank Schneider
© dmexco
Christian Muche und Frank Schneider
Der seit gut einem Jahr schwelende Rechtsstreit zwischen den früheren Dmexco-Machern Christian Muche und Frank Schneider und der Koelnmesse ist beendet. Beide Seiten haben sich Ende September auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Über dessen Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart.
"Alle Beteiligten begrüßen, dass die Zeit des Streitens vorbei ist und man sich vernünftig geeinigt hat. Alle Beteiligten bedauern die Entwicklung der vergangenen Monate", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Streiparteien. Am Schluss folgen jene Worte, die man schon zum Ende der Zusammenarbeit im vergangenen November erwartet hatte. "Die Koelnmesse bedankt sich bei Christian Muche und Frank Schneider noch einmal für die sehr erfolgreiche Aufbauarbeit im Rahmen der Dmexco seit 2009."


Damals gab es keine Dankesworte. Und auch danach ging es zwischen der Koelnmesse und der Firma von Schneider und Muche KDME, reichlich frostig zu. Beide Seiten überzogen sich mit Einstweiligen Verfügungen bzw. Gegenklagen. Zuletzt hatten Schneider und Muche vor Gericht allerdings mehrere Siege davongetragen. Beide sind der Meinung, dass die fristlose Kündigung durch die Koelnmesse wegen angeblichen Vertragsbruchs unrechtmäßig erfolgt war. Zur Erinnerung: Die Koelnmesse hatte sich im November 2017 von Schneider und Muche getrennt, weil die beiden mit KDME an der Organisation der Schweizer Digitalmesse D-Pulse mitgewirkt hatten. Nach Auffassung der Koelnmesse sollen sie damit gegen das vertragliche fixierte Wettbewerbsverbot verstoßen haben.

Schneider und Muche wehrten sich nicht nur erfolgreich gegen die fristlose Kündigung, sondern erstritten auch die Nachzahlung von Honoraren nebst Zinsen. Außerdem wollten die beiden Manager Schadenersatz in Höhe von acht Millionen Euro von der Koelnmesse. Die entsprechende Verhandlung sollte eigentlich im September stattfinden. Dazu kommt es nun nicht mehr. Die Vermutung liegt nahe, dass die Koelnmesse mit einem entsprechend guten Angebot auf die KDME-Macher zugekommen ist. ire
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