Kampf gegen Plastikmüll

Uke Bosse erklärt die Aldi-Verpackungsmission

Uke Bosse wirbt wieder für Aldi
© Aldi
Uke Bosse wirbt wieder für Aldi
Anfang der Woche startete Netto eine Kampagne zur Vermeidung von Plastikmüll - und kassierte wegen der platten Nackedei-Motive prompt einen kleinen Shitstorm. Jetzt versucht Aldi, es besser zu machen. Der Auftritt mit dem Slogan "Zusammen auf #ALDIverpackungsmission" soll die Kunden dazu animieren, beim Einkaufen möglichst auf Plastikverpackungen zu verzichten. Dabei helfen soll auch ein Promi.
Das Gesicht der von Ogilvy entwickelten Kampagne ist Uke Bosse. Der Schauspieler ist nicht zum ersten Mal für Aldi im Einsatz. Im Frühjahr warb Bosse, der auch gemeinsam mit Formel-1-Ass Sebastian Vettel in der bekannten Tirendo-Kampagne zu sehen war, bereits für das Grillsortiment des Discounters. In den neuen TV-Spots, die ab 14. Oktober unter anderem im Rahmen der "Green Seven Week" auf Pro Sieben laufen, erklärt er die Aldi-Verpackungsmission, die aus den drei Säulen Vermeiden, Wiederverwenden und Recyceln besteht.


Während Netto mit seiner plumpen "Nackte Tatsachen"-Kampagne eher auf die Methode Vorschlaghammer setzt, hat sich Aldi für einen etwas verkopfteren Kampagnenansatz entschieden. Im 80-sekündigen Onlinespot, den Ogilvy für Aldi Süd entwickelt hat, schlägt der Discounter das ganz große Rad - und versucht anhand der menschlichen Evolutionsgeschichte zu beweisen, dass die Trennung in der Natur des Menschen liegt. Und dass es daher kein Problem sein sollte, auch den Müll zu trennen. Am Ende des Commercials werden dann die "Tipps für die Tonne" beworben, mit denen der Discounter seinen Kunden bald auf all seinen Eigenmarken Trennhinweise geben will. 

In der bundesweiten TV-Kampagne wird es dann doch etwas konkreter - und vor allem lustiger: In dem 20-Sekünder fragt sich Bosse, wie er den Verpackungsmüll einer ganzen Woche vermeiden kann und kommt zu keinem vernünftigen Ergebnis. "Aldi gurkt nicht so rum", verkündet er - eine Gurke in der Hand haltend - dann am Ende des Commercials. Und informiert die Zuschauer darüber, dass Aldi nach und nach mehr Verpackung weglassen will.


Neben TV-Spots sind Anzeigen sowie Online- und Social-Media-Aktivitäten geplant. Aldi Süd geht noch einen Schritt weiter. Im Süden der Republik kommen auch digitale OOH-Plakate zum Einsatz. Zudem versucht der Discounter, seine Kunden mit einem digitalen "Trenn-Quiz" für das Thema zu begeistern. Die Messlatte liegt hoch. Aldi will nach eigenen Angaben seine Verpackungsmenge bis 2025 um 30 Prozent reduzieren. mas
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