Kampagne nach britischem Vorbild

Warum sich Haribo von der Testimonial-Werbung verabschiedet

In Haribos neuer Kampagne entdecken Erwachsene ihr inneres Kind
© Haribo/Youtube
In Haribos neuer Kampagne entdecken Erwachsene ihr inneres Kind
Das Rätselraten um die neue Haribo-Markenära nach Thomas Gottschalk und Michael "Bully" Herbig ist pünktlich zum Start des neuen Jahres zu Ende. Statt Testimonials setzt der Gummibären-Riese jetzt auch in seinem Heimatmarkt die britische Kampagne "Kid's Voices" ein. Zu diesem werblichen Neustart verzichtet Haribo allerdings auf den Einsatz seiner deutschen Leadagentur Thjnk und setzt stattdessen auf die Londoner Agentur Quiet Storm, von der das Konzept ursprünglich stammt.

Mit der neuen Kampagne gehe "eine Ära zuende", heißt es beim Unternehmen zum neuen werblichen Auftritt. Man habe die Arbeit mit dem bisherigen Testimonial Bully Herbig einvernehmlich beendet, da der Künstler seinerseits seine Karriere auf erwachsenere Themen konzentrieren wolle. Da gleichzeitig aber kein anderer Prominenter erkennbar sei, der die Markenwelt Haribos mit einer Selbstverständlichkeit leben könnte, wie es Thomas Gottschalk gelungen war, fiel die Entscheidung zum Strategiewechsel.


Die britische Kampagne "Kid’s Voices" passt besonders gut in Haribos Marketingstrategie, da hier die Visualisierung kindlicher Freude im Mittelpunkt der Erzähldramaturgie steht. Dazu setzt die Agentur Quiet Storm schon in der Kreation der Spots auf eine ungewöhnliche Strategie. Das Skript der TV-Spots wird nicht von Kreativen geschrieben, sondern entsteht in spielerischen Workshops, bei denen Kinder spontan mit den unterschiedlichen Haribo-Sorten interagieren. Die während der Workshops aufgenommenen Dialoge der Kinder werden dann anschließend mit erwachsenen Schauspielern in Spielhandlungen umgesetzt.

Mehr zur neuen Werbestrategie Haribos lesen HORIZONT-Abonnenten in der Ausgabe 1-2/2019 am 10. Januar. cam


Themenseiten zu diesem Artikel:
stats