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Tipico will echter Fan-Leidenschaft ein Denkmal setzen

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In dem Spot geben Fußball-Fans alles
© Tipico/Youtube
In dem Spot geben Fußball-Fans alles
Seit dem Start der Bundesliga-Rückrunde ist auch Tipico wieder voll dabei: Der Sportwettenanbieter läutet die zweite Saisonhälfte mit einer Kampagne ein, die vor allem die Fans - ergo: die potenziellen Zocker - in den Mittelpunkt rückt.
Der Spot erzählt daher eine Geschichte aus der Perspektive von Fußball-Anhängern. Ob bei der nächtlichen Auswärtsfahrt oder ganz allein konfrontiert mit einer Horde gegnerischer Fans: Als die Tipico-App die Nachricht vom Gewinn auf das Smartphone pusht, sind Müdigkeit und Angst vergessen. Der Wettanbieter verzichtet dennoch nicht darauf, am Ende des Videos auch ein paar Spieler seines Werbepartners Bayern München zu zeigen.
"Wir setzen auf echte Fans, Typen wie du und ich, auf ihre Leidenschaft, ihre Liebe für das Spiel und ihren bedingungslosen Einsatz für den Fußball. Für diese Fans verstärken wir die Emotionen rund um das Spiel und machen es noch spannender", sagt Kajetan Strini-Brown, Head of Acquisition bei Tipico.

Der Spot läuft derzeit als 15- und 30-Sekünder im TV sowie im Netz, etwa bei den Bundesliga-Medienapartnern Sky und DAZN. Tipico, das auch Sponsor der Deutschen Fußball-Liga für die Bundesliga und die 2. Bundesliga ist, fungiert dort als offizieller Presenter der TV-Übertragungen. Neben dem Image-Spot werden auch kurze Produktfilme geschaltet, die unterschiedliche Kundenvorteile bewerben. Zudem kommen PoS-, Online- und Social-Media-Maßnahmen zum Einsatz. Die Kampagne ist eine Gemeinschaftsarbeit von Jung von Matt/Next Alster und Jung von Matt/Sports. Ebenfalls beteiligt ist die Tipico Agentur e-quadrat communications. Produktionsseitig verantworten Anorak (Filmproduktion), Stuart A. McIntryre (Regie) sowie Lars Borges (Fotograf) die Kampagne. Die Postproduktion übernahm das neue Berliner Office von The Mill.

Tipico, das seinen Hauptsitz auf Malta hat, bewirbt sich derzeit um eine deutsche Lizenz. Dies geschieht auch im Hinblick auf den kommenden Glücksspielstaatsvertrag, auf dessen Rahmenbedignungen sich die Bundesländer vergangene Woche geeinigt haben. Der Entwurf für das Gesetz, das ab Sommer 2021 gelten soll, sieht eine bundesweite Legalisierung von Online-Glücksspiel vor. Bislang hat einzig Schleswig-Holstein entsprechende Lizenzen an private Anbieter vergeben.
„Die großen Geschichten schreibt der Fußball nicht nur auf dem Platz. Im Mittelpunkt der neuen Kampagne stehen deshalb nicht die Gesichter der Stars, sondern die Geschichten der Fans, die mit Einsatz und Leidenschaft abseits vom Rasen zu echten Gewinnern werden.“
Alexander Norvilas, Creative Director Jung von Matt/Next Alster
Voraussetzung für den Erhalt einer Lizenz sollen unter anderem umfangreiche Maßnahmen zum Spielerschutz sein - auch Sportwetten wären davon betroffen. Zu den geforderten Regulierungsmaßnahmen gehören außerdem Einschränkungen bei Ereigniswetten und den Werbemaßnahmen für Live-Wetten.

Tipico, das im vergangenen Jahr laut Nielsen 95,4 Millionen Euro brutto für Werbung ausgegeben hat (-41,1 Prozent), muss daher womöglich an der bisherigen Werbestrategie schrauben. Image-Maßnahmen wie die nun gestartete Kampagne sollen von den Regulierungsbestimmungen nicht betroffen sein.

"Wir begrüßen die grundsätzliche Einigung der 16 Bundesländer auf eine Regulierung des wachsenden deutschen Glücksspielmarktes", erklärt ein Tipico-Sprecher auf HORIZONT-Nachfrage. "Wichtig ist, dass nun im konstruktiven Dialog mit den Ländern eine Umsetzung gefunden wird, die alle Interessen berücksichtigt und den regulierten Markt zu einem Erfolgsprojekt machen kann. Die von den Ländern initiierte Anhörung bietet eine gute Gelegenheit, um die Expertise der Regulierungsbetroffenen in diesen Prozess einfließen zu lassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht zu einzelnen Formulierungen in dem vorliegenden Entwurf äußern, da die Entscheidung über den Staatsvertrag derzeit noch nicht getroffen ist." ire
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