Jung von Matt

Das (wahrscheinlich) letzte Brexit-Motiv von Sixt

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Boris Johnson hat den Karren nach Meinung von Sixt endgültig in den Dreck gefahren
© Sixt
Boris Johnson hat den Karren nach Meinung von Sixt endgültig in den Dreck gefahren
Es ist so weit: Nach zweieinhalb Jahren der Verhandlungen vollzieht Großbritannien heute um Mitternacht den Austritt aus der Europäischen Union. Nicht nur für Europa und weite Teile der Briten eine schlechte Nachricht, sondern auch für Sixt: Ein beliebter Anlass zur Echtzeit-Werbung fällt mit dem endgültigen Brexit nun wohl weg. Vorher langt die Autovermietung aber noch einmal richtig zu.
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Das (wahrscheinlich) letzte Brexit-Motiv von Sixt
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Dabei wird sehr deutlich, wen man in Pullach für den Schuldigen an dem nervenaufreibenden Hin und Her um den Brexit hält: Auf dem von Jung von Matt gestalteten Motiv, das Sixt am Donnerstagabend auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlicht hat und das heute in der Süddeutschen Zeitung erscheint, fährt Englands Premier Boris Johnson in einem SUV durch eine riesige Matsch-Pfütze und wirbelt dabei reichlich Dreck auf - ein Bild mit Symbolcharakter. Dazu heißt es: "Auch mal Lust, den Karren in den Dreck zu fahren? Geländewagen jetzt günstig bei Sixt)". Im Text zu dem Post steht: "Unsere letzte Brexit-Werbung. Hoffentlich."



Ganz so glücklich dürfte man bei dem Unternehmen über den Brexit-Vollzug aber vermutlich gar nicht sein. In den vergangenen Jahren hat Sixt das Gezerre um den EU-Austritt der Briten immer wieder zu Werbezwecken ausgeschlachtet. Kurz nach der Volksabstimmung im Juni 2016, bei der der Brexit beschlossen wurde, gab sich Sixt noch zurückhaltend: "Entgegen dem aktuellen Trend, bleiben die Engländer auch weiterhin bei uns in der Flotte", posteten die Pullacher seinerzeit.
Im April des vergangenen Jahres war es erneut so weit. Damals forderte Sixt die Briten auf, es sich mit dem Austritt doch einmal zu überlegen - und auf das Carsharing-Angebot aus Pullach zu setzen. 
Im September 2019 war dann Boris Johnson das Ziel, nachdem der britische Regierungschef das Parlament in die Zwangspause geschickt hatte. Die Botschaft "Viel Lärm um nichts" war eine Reminiszenz an William Shakespeare und den deutschen Titel seiner Komödie "Much adoe about Nothing" aus dem Jahr 1598. 
Doch nicht nur im Heimatmarkt machte sich Sixt über das Brexit-Drama lustig. Emtsprechende Motive erschienen auch in Frankreich sowie auf der Insel selbst. ire
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