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Ein Bild, das es so dieses Jahr nicht geben wird: Die ISPO findet erstmals ausschließlich digital statt
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Ein Bild, das es so dieses Jahr nicht geben wird: Die ISPO findet erstmals ausschließlich digital statt
Wie bei so vielen Messen in diesem Jahr musste auch für die ISPO ein gänzlich neues Konzept her, das den Herausforderungen durch die Corona-Krise gerecht wird. Im Falle der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode hieß das: Alles auf digital. Interessierte können sich aktuell noch mit einem Rabatt-Code einen Discount von 30 Prozent auf das Teilnahme-Ticket zu der Online-Messe sichern, die am 30. Juni und 1. Juli stattfindet.
Die ISPO Re.Start Days 2020 sind eröffnet. Mehr als 100 Speaker, über 1000 Teilnehmer und zahlreiche Panels machen die ISPO Re.Start Days zum wichtigsten Event der Sport- und Outdoor-Branche in diesem Sommer. Eine besondere Situation bei ISPO nicht nur für die Organisatoren, sondern auch für die Teilnehmer: Sie können der Veranstaltung erstmalig ausschließlich per Online-Live-Stream beiwohnen. Mit dem Promotion-Code "ReStart_V_0003" gibt es 30 Prozent Nachlass auf das Teilnahme-Ticket (für die ersten 500 Zugriffe).


Der "Experience Day" am heutigen Dienstag legte den Fokus auf die aktuelle Situation in der Sport- und Outdoorbranche  mit Interviews, Key Notes, Panels und Workshops. Im Opening Panel wendete sich Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, im Livestream direkt an die Teilnehmer und kam gleich zum Punkt. Es ist "keine alltägliche Begrüßung für eine Veranstaltung der Messe München." Im Vorfeld hatte die Corona-Pandemie zu Absagen zahlreicher Veranstaltungen geführt, darunter die ISPO Beijing, Outdoor by ISPO, der ISPO SDG Summit sowie der ISPO Digitize Summit. Und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr. Doch gerade jetzt müsse es für die angeschlagene Sport- und Outdoor-Industrie wieder eine Plattform geben, denn der Bedarf an Vernetzung, Austausch und Perspektive sei in der Branche aktuell so groß wie nie.
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Mit der Eröffnung der ISPO Re.Start Days wurde innerhalb kürzester Zeit eine neue Plattform erschaffen, um die Branche virtuell und digital zu verknüpfen. Denn nach Covid-19 werde wahrscheinlich "nichts mehr so sein, wie zuvor." Dittrich stellte auch die entscheidenden Fragen, zu denen innerhalb der zwei Messe-Tage Antworten gefunden werden sollen. Wie können Menschen und Unternehmen die Folgen der Corona-Krise überwinden? Wie hat sich die Corona-Krise auf Sport- und Outdoor ausgewirkt? Wo müssen Unternehmen neue Wege gehen und wo handelt es sich nur um temporäre Krisenphänome? Was sind die aktuellen Erkenntnisse aus Expertenstudien und Branchenumfragen?


Zuletzt betonte Dittrich noch einmal, was er sich von den Sprechern und Teilnehmern erhofft. Die ISPO Re.Start Days seien eine einmalige Chance Lösungen zu finden, aus der Krise herauszufinden und neue Wege zugehen. "Nutzen Sie die Chance", so Dittrich. Kristina Vogel, Doppel-Olympiasiegerin im Bahnradfahren, und Extrembergsteiger Jost Kobusch berichteten im anschließenden Opening-Gespräch von den großen Neustart-Momenten innerhalb ihrer eigenen Sportkarrieren.

Schnelle Anpassung ist Key

Welchen Weg die Sport- und Outdoor-Brands zur Bewältigung der Corona-Herausforderungen gewählt haben, zeigte sich beispielsweise im Brand Panel. Oliver Pabst, CEO des Ausrüsters Mammut, sprach angesichts von Corona nicht von Krise, sondern von Momentum. "Wir mussten mit hoher Geschwindigkeit auf die neue Situation reagieren und unsere Mitarbeiter haben sich mit Entschlossenheit der Herausforderung gestellt", so Pabst. Aus purer Notwendigkeit habe das Unternehmen sich sehr agil und mit hoher Entscheidungsgeschwindigkeit neue Prozesse umgesetzt  eine Erfahrung, von der man in Zukunft profitieren werde. "Corona hat sich als Beschleuninger aller Megatrends erwiesen — insbesondere in Bezug aus Digitalisierung, Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit", sagte Pabst.

Die Notwendigkeit, schnell zu reagieren, gilt in gleicher Weise für den Sporthandel. Auch hier hat die Digitalisierung im Zuge der Pandemie einen Sprung nach vorne gemacht. Beispielsweise auch bei lokalen Sporthändlern, die bislang noch keinen Onlineshop hatten wie der Frankfurter Laufshop. Inhaber Jost Wiebelhaus erläuterte im Retail-Panel, wie er mit Video-Beratungen den Kontakt zu den Kunden aufrechterhalten hat  und berichtete von positivem Feedback. Dank seiner Spezialisierung auf Laufsport konnte das Unternehmen von dem Running-Boom in der Lockdown-Zeit profitieren. Dies gilt in gleicher weise für Anbieter von beispielsweise Radsport- und Yoga-Equipment, wie Richard Thomas von Endura und Bettina Beringer von Beeathletica berichteten.

Am morgigen Mittwoch wird es im Zeichen des "Beyond the Status Quo Day" zahlreiche Panels zu verschiedenen Zukunftsthemen geben. HORIZONT-Redakteur Jochen Zimmer wird das Abschluss-Panel moderieren.
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