Influencer-Marketing

Das sind die zehn Trends für 2020

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Influencerin Melissa wurde durch das RTL Zwei-Format "Love Island" bekannt
© RTL Zwei
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Was sind die Trends im Influencer Marketing 2020? Dazu hat die Influencer Marketing Plattform Reachbird mit Sitz in Ruggell in Liechentstein und München 15 Experten aus Deutschland, Schweiz und Österreich befragt. Eine Erkenntnis: Die Disziplin wird erwachsener. Ohne Transparenz und Glaubwürdigkeit droht der jungen Disziplin auf Dauer Ungemach.
Über Influencer Marketing gibt es in der Branche ziemlich viele Meinungen. Sie reichen von "unverzichtbar" bis "völlig überflüssig". Mancher Beobachter kommt schon zu dem Schluss, dass sich der Hype schon bald wieder erledigt hat.
„Influencer werden nicht mehr so stark mit klassischen Ads auf Facebook oder Instagram verglichen“
Julian Freese, Reachbird
Wenn es nach 15 Experten aus werbungtreibenden Unternehmen, Agenturen und Technologieanbietern sowie Influencer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich geht, ist die junge Disziplin aber gekommen, um zu bleiben - trotz aller Kritik. Sie wird sich allerdings verändern. In welche Richtung das geht, hat Reachbird herausgefunden. In ihrem aktuellen Report hat die Influencer Marketing Plattform aus Gesprächen mit Experten aus dem DACH-Raum zehn Trends herausgefiltert.
Das sind die zehns Trends im Influencer Marketing 2020
© Reachbird
Das sind die zehns Trends im Influencer Marketing 2020

Überrascht von den Inhalten der Prognosen zeigt sich Julian Freese nicht. Aber dem CMO und Co-Gründer von Reachbird fällt auf, dass Unternehmen der Beziehung zu Influencern mehr Bedeutung einräumen. "Zudem werden Influencer nicht mehr so stark mit klassischen Ads auf Facebook oder Instagram verglichen, sondern sind eine eigene Marketing-Disziplin, die auch eigenständig behandelt werden muss", erklärt er weiter.


Insgesamt soll das Influencer Marketing also zunehmend professioneller werden. Das ist eine - notwendige - Reaktion auf die Skandale, Clickbaiting und dem Verlust an Glaubwürdigkeit wie ihn zuletzt Wavemaker Ende Oktober bilanziert hat. So verwundert es kaum, dass bei Experten wie der Marketingstrategin Alina Ludwig, Verena Mather, Digital Commerce Manager bei Coca-Cola Österreich und Lisa Straalman, Social Communications Specialist von Mediacom Schweiz, Themen wie wie Transparenz, langfristige Zusammenarbeit, Nischen-Influencer und hochwertiger Content an Bedeutung gewinnen.

Und auch das gehört zu den Veränderungen, die etwa Johst Klems erwartet. "Bruttoreichweiten - das heißt die bloße Anzahl an Followern, die die jeweiligen Kanäle ausweisen - gehören in professionellen Relations als Grundlage für Preise und vermeintlichen Erfolg der Vergangenheit an", sagt der Geschäftsführer der Düsseldorfer Agentur Earnesto. Stattdessen erwartet Klems, dass die Nettoreichweiten - also die tatsächlich erreichten Menschen - mehr in den Fokus rücken werden. Und er geht davon aus, dass Influencer ihre eigenen Beiträge in Form von Anzeigen ausspielen müssen.




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