Imagekampagne

Facebook entschuldigt sich und wirbt um Vertrauen

In dem TV-Spot bekennt sich Facebook auch zu seinen Fehlern
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In dem TV-Spot bekennt sich Facebook auch zu seinen Fehlern
Im Datenskandal um Cambridge Analytica haben sich die größten Wogen erst einmal geglättet. Dennoch wird Facebook die Affäre noch lange begleiten. Nun startet das Unternehmen eine Imagekampagne, um bei den Nutzern um Vertrauen zu werben. 
Der TV-Spot, der ab sofort für drei Wochen auf öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern zu sehen ist, beginnt allerdings mit mit einem Schuldeingeständnis: Weil man Fehler gemacht habe und seiner Verantwortung " nicht immer gerecht" geworden sei, gebe es bei den Nutzern nun Frust und fehlendes Vertrauen.
Dass die zentralen Begriffe hierbei mit F beginnen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Kampagne. Denn Facebook möchte "Ein besseres Facebook" werden und zeigen, wofür der Anfangsbuchstabe des sozialen Netzwerkes sonst noch stehen kann, etwa "Fortschritt", "Freunde" und "Finden". Damit hebt Facebook einige der in den vergangenen Monaten eingeführten Funktionen hervor, mit denen das Unternehmen auf den Datenskandal, aber auch auf die Einführung der DSGVO reagieren musste. 

Neben dem TV-Spot schaltet Facebook bis Mitte September Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen und Nachrichtenmagazinen. Die Motive sind außerdem als Online-Banner sowie Digital Out-of-Home in deutschen Großstädten zu sehen. Und natürlich nutzt Facebook auch die eigene Plattform, um die Kampagnenbotschaft zu verbreiten. Entwickelt wurde die Kampagne von Wieden + Kennedy Amsterdam, die Post Production des TV-Spots lag bei MPC Amsterdam und Wave Amsterdam. Die verantwortliche Mediaagentur ist Mindshare.

Imagekampagne: Mit diesen Motiven wirbt Facebook um Vertrauen


Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook per Werbekampagne auf den Datenskandal reagiert. Im März hatte das Unternehmen bereits Anzeigen in amerikanischen Zeitungen geschaltet. Darin hatte CEO Mark Zuckerberg um Entschuldigung dafür gebeten, die Daten der Nutzer nicht ausreichend geschützt zu haben. Zuvor war bekannt geworden, dass die britische Analysefirma Cambridge Analytica illegalerweise Zugang zu Daten von 87 Millionen Facebok-Nutzern erhalten hat.



Mit Hilfe dieser Daten sollen US-Wähler im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten von Donald Trump gezielt beeinflusst worden sein. Cambridge Analytica hat das stets bestritten. ire
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