Ibiza-Affäre

So spottet Sixt über Österreichs Ex-Vizekanzler Strache

Heinz-Christian Strache ist das neue Sixt-Testimonial wider Willen
© Facebook / Sixt
Heinz-Christian Strache ist das neue Sixt-Testimonial wider Willen
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Sixt auch diese Steilvorlage nutzte: Mit einem witzigen Motiv auf Facebook machen sich der Autovermieter und sein Stammbetreuer Jung von Matt über Heinz-Christian Strache lustig. Ein heimlich aufgenommenes Video auf Ibiza, das den ehemaligen Vizekanzler Österreichs und FPÖ-Chef sowie seinen ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Johann Gudenus im Gespräch mit einer angeblichen Oligarchen-Nichte zeigt, hat Strache sein Amt gekostet.
"Piept, bevor Sie an die Wand fahren" texten Sixt und Jung von Matt zu einem Konterfei des etwas dümmlich dreinschauenden Politikers und preisen im Zuge dessen die Mercedes A-Klasse mit aktivem Brems-Assistent als Mietauto an. Mit diesem Feature, so die augenzwinkernde Botschaft, hätte der mittlerweile zurückgetretene FPÖ-Chef das politische Erdbeben doch ganz leicht verhindern können.


Zur Erinnerung: Am Freitagabend publizierten die "Süddeutsche Zeitung" und der "Spiegel" Ausschnitte aus einem Video, welches Strache und Gudenus im Gespräch mit einer jungen Frau zeigt, die den beiden Österreichern als Nichte eines reichen Russen vorgestellt wurde. Strache und Gudenus stellen der Russin Staatsaufträge in Aussicht, wenn diese im Gegenzug Wahlkampfhilfe für die FPÖ leistet.

Immer noch ist unklar, wer hinter dem Video steckt und wer dem "Spiegel" und der "Süddeutschen Zeitung" das Bewegtbildmaterial so kurz vor der Europawahl zugespielt hat. Durch das Video kamen nicht nur Strache und Gudenus zu Fall. Die Affäre zieht immer weitere Kreise und hat sich mittlerweile zu einer handfesten Regierungskrise in Österreich entwickelt.
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