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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Satiriker Jan Böhmermann sorgt derzeit mal wieder für viel Gesprächsstoff. Seine Redaktion brachte bereits im letzten Sommer in allen Bundesländern strafrechtlich relevante Hate-Speech-Inhalte zur Anzeige - denen die Polizei jedoch kaum nachging. Dieser Missstand zieht nun Konsequenzen innerhalb der Polizei nach sich. Einigen Wirbel gab es am Wochenende auch um den Interview-Abbruch von Fußballprofi Toni Kroos nach dem Champions-League-Finale. Mehr dazu lesen Sie in unseren Top Branchennews am Morgen.
ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann findet den Verlauf des viel diskutierten TV-Interviews mit dem fünfmaligen Champions-League-Sieger Toni Kroos "bedauerlich". "Diese Situationen direkt nach dem Schlusspfiff sind immer besonders", sagte Fuhrmann der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.
Schon vor fast einem Jahr hat die Redaktion um Satiriker Jan Böhmermann in allen Bundesländern Hassbotschaften aus dem Netz angezeigt, doch die Ermittlungen liefen vielerorts schleppend. In mehreren Ländern hat die Polizei nun reagiert - und immerhin in einem Land gibt es ein Urteil. Nachdem Jan Böhmermann vor drei Wochen in seiner ZDF-Sendung schwere Vorwürfe gegen Influencer und Unternehmer Fynn Kliemann erhoben hatte, äußerte dieser sich nun in einem Instagram-Video zu dem Fall. Kliemann entschuldigt sich darin für viele der Punkte, die ihm in Bezug auf sein Geschäft mit Corona-Schutzmasken vorgeworfen werden und kündigt mehrere Konsequenzen an.
Storytelling statt liebloser Teaser. Das ist ein Tipp von Anne-Kathrin Gerstlauer für Medienmacher:innen, die in Social Media erfolgreich arbeiten wollen. In der aktuellen Folge von Newsfluence!, dem HORIZONT Podcast für erfolgreichen Qualitätsjouralismus, gibt es wie immer noch viel mehr Tipps und Tricks. Viel Spaß beim Hören. Die Deutsche Umwelthilfe bereitet sich auf juristische Schritte gegen mehrere Unternehmen vor. Dabei geht es um die nach Ansicht der Verbraucherschützer irreführende Verwendung des Begriffs Klimaneutralität in der Werbung und auf Produkten. Klagen hätten wohl durchaus gute Aussichten auf Erfolg. Allein in diesem Jahr soll die Gaming-Branche 222 Milliarden US-Dollar erwirtschaften, wie aus einem Report der Analyseplattform data.ai und des IT-Marktforschungsinstituts IDC hervorgeht. Neben dem Trend zum Mobile Gaming steht dabei eine bestimmte Generation an Spielern für die Hersteller besonders im Fokus. Das ZDF hat zum ersten Mal Influencerinnen dafür bezahlt, Werbung für die ZDFneo-Serie Becoming Charlie über Non-Binarität zu machen, wie die "Welt" berichtet. Die Postings von Diana zur Löwen, Brix Schaumburg und weiteren Creators seien als Werbung gekennzeichnet und "marktüblich bezahlt" worden. Im linearen TV war die Serie dennoch kein Erfolg. Erlebnisconventions überraschen überwiegend jüngere Zielgruppen, die ihre Begeisterung weitertragen, wenn ihre digitale Welt real wird. Derweil setzen bekannte Messe-Formate vor allem auf einen Marketingmix, um ihr Publikum anzusprechen und Besucherinnen und Besucher in die Hallen zu locken.
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